Sechs Schnapspinnekes geben Rätsel auf
Ernst Reineke zeigt die Gläser, die an der Wilhemstraße 10 in Wadersloh gefunden wurden.

Die kleinen Gläser befanden sich in einer kürzlich freigelegten Zwischendecke. Jetzt rätseln die Eheleute Reineke, was es mit den Schnapsgläsern auf sich haben könnte und aus welcher Zeit sie stammen. Denkbar wäre, dass sie bei späteren Umbauten in ihr Versteck gelangt sind, wie Ernst Reinke sagt.

Heimliches Versteck der Maurer der Margarethenkirche?

Einige Maurer der Margaretenkirche, deren 125-jähriges Bestehen im Vorjahr gefeiert worden war, hätten in der Bauphase in den Räumen in der Nähe des Fundorts als Kostgänger gewohnt. „Hatten sie da ein heimliches Versteck angelegt? Es ist überliefert, dass die damalige jüdische Hauswirtin um das geistige und moralische Wohl der oft jungen Handwerksgesellen sehr besorgt und streng war und zum Beispiel Ausgangszeiten aufmerksam kontrollierte“, erzählt Ernst Reineke.

Gläser in Zwischendecke gefunden

Vielleicht stammen die Gläser aber auch schon aus der Bauzeit des Hauses selbst. Dann wäre handwerkliches Brauchtum eine mögliche Erklärung dafür, warum die Gläser in der Zwischendecke gefunden wurden. Weil es keine gesicherten Erkenntnisse gibt, bitten Reinhild und Ernst Reineke nun alle Wadersloher, die Ideen zur Geschichte der Pinnekes haben sowie Gedanken zur exakten Datierung besteuern können, sich bei ihnen zu melden.

Haus an Wilhelmstraße 10 mit viel Leben gefüllt

Solange sie dort wohnten, haben die Eheleute Reineke das Haus an der Wilhelmstraße 10 mit viel Leben gefüllt. Es gab auf „Reinekes Tenne“ unter anderem Lesungen, Vorträge, Diskussionsrunden, Musik, viele internationale Begegnungen und kleine Ausstellungen zu Eine-Welt-Themen. Auch Hochzeiten und Kunstpräsentationen fanden an der Wilhelmstraße 10 statt. Thematisiert wurde zudem die jüdische Geschichte des Wohnhauses.

Kontakt zu Ernst und Reinhild Reineke gibt es unter Telefon 02523/1602.

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