Sekundarschüler testen Milchparcours
Körperbeherrschung und Konzentration sind gefragt: Clara Wieck vom Projekt der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW macht vor, wie man am besten über den Milchparcours kommt.

Grundlage für das dem Zirkeltraining ähnelnde Sportprogramm war die seit einigen Jahren angesagte Sportart Parkour, bei der es gilt, in der Stadt oder in der freien Natur Hindernisse von verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu überwinden.

 „Wenn die das schaffen, schaff ich das auch“, mag sich wohl manch einer der Fünftklässler gedacht haben, als die drei Instruktoren des Projekts der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW die Übungen vormachten. Da galt es, seitlich an Wänden entlangzulaufen und sich abzustoßen, über eine Slackline sowie Balken zu balancieren oder einfach nur zwischen Stangen durchzutauchen, um dann den Rückschwung zu schaffen. Die Hindernisse waren in der Mauritzhalle in diesem Fall geschickt gebaute und natürlich nach allen Sicherheitsregeln aufgestellte Sportgeräte, die vom Eventteam mitgebracht worden waren.

Dank der Unterstützung der ausgebildeten Übungsleiter fiel es den Kindern nicht schwer, auch anspruchsvollere Bewegungsabläufe zu schaffen. Welche Rolle bei der Leistungsfähigkeit eine gute Ernährung und viel Bewegung spielen, wurde bei der Gesprächsrunde im Vorfeld deutlich.

„Ich habe gefragt: Von 28 Kindern haben zwölf heute Morgen noch nicht gefrühstückt und acht noch gar nichts getrunken“, berichtete Malte Rachow von der beauftragten Kölner Agentur. „Da hängt es ganz gewaltig.“ Deshalb ist das Projekt genau auf die Schulen zugeschnitten, die keine Schulmilch beziehen. Denn in der Milch seien wichtige Inhaltsstoffe, um fit für den Tag zu werden, wie Rachow erläuterte. „In der Milch sind drei Stoffe, die jeder Sportler braucht: Eiweiß für die Muskelversorgung, Calzium für die Knochenstabilität und Wasser als Feuchtigkeitsspender.“

Wie wichtig eine gute Versorgung der jungen Köpfe ist, merken die Lehrer an der Sekundarschule an jedem Morgen. „Wir haben das Problem, dass die Kinder nichts zu trinken mitbringen“, berichtete Dunja Mucha, Klassenlehrerin der 5 b. „Das merkt man an der Konzentration.“ Deshalb haben sich die Lehrer der Unterstufe etwas einfallen lassen: An jedem Morgen wird gemeinsam für fünf bis zehn Minuten gefrühstückt.

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