Seniorenmessdiener blicken zurück
Bild: Husmann
Seit 2014 gibt es wieder eine Seniorenmessdienergruppe in Liesborn. Unser Bild zeigt auf der linken Seite (v. l.) Alfons Brand, Josef Weitkemper, Hans Gerd Westkemper, Helmut Winkelnkemper und Berthold Mertens sowie auf der rechten Seite (v. r.) Friedhelm Schweppenstedde, Alois Loddenkemper, Ludwig Künneke, Gerhard Schnitker und Peter Grüter. Außerdem gehören noch Josef Funke und Wilhelm Tyrell zur Gruppe.
Bild: Husmann

Die Seniorenmesse, die jeden zweiten Dienstag im Monat ab 15 Uhr in der Abteikirche gefeiert wird, gab den Anstoß zu diesem Engagement. Das betrachten die zwölf als besonderes Ehrenamt und Dienst an ihrer Heimatgemeinde. Zum Einsatz kommen sie in Liesborn. „Gegen Bezahlung würden wir aber auch woanders dienen“, sagt Berthold Mertens mit einem Augenzwinkern. Wichtig ist der Gruppe, dass ihr Altardienst als Ergänzung verstanden wird. Den jungen Messdienern wolle man keinesfalls im Weg stehen. Fest eingeplant ist die Gruppe für die Messe am Donnerstagabend ab 18.30 Uhr. Für den Einsatzplan der Messdiener zeichnet Elisabeth Tyrell verantwortlich.

Mit zwei Ausnahmen haben alle aus der Gruppe schon als Kinder Dienst am Altar geleistet – Josef Weitkemper und Ludwig Künneke sogar gemeinsam. Trotzdem sei es gut gewesen, dass Schwester Ursula ihnen noch einmal alles Wichtige für den Altardienst erklärt habe, berichtet Alfons Brand. Noch gut erinnern sich die Seniorenmessdiener an die Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965), als die Messen noch in lateinischer Sprache abgehalten wurden, der Priester und die Messdiener mit dem Rücken zu den Gläubigen standen. In der Abteikirche gab es zu dieser Zeit noch keinen Zelebrationsaltar. Die Messe wurde somit vor dem Hochaltar gefeiert.

Unterschiede zwischen früher und heute sind für die Seniorenmessdiener greifbar. Früher seien noch mehr Leute in der Kirche gewesen, blickt Berthold Mertens zurück. „Dafür war es auch strenger“, wirft Ludwig Künneke ein.

Aus ihrer Zeit als junge Messdiener haben die Liesborner noch die täglichen Morgenmessen im Josefshaus in guter Erinnerung, nach denen die Messdiener immer im Haus frühstücken durften. Früh aufstehen hieß es am Ersten Weihnachtstag zur Uchte um fünf Uhr morgens. Den letzten größeren Einsatz hatte die Gruppe im vergangenen Oktober beim Liesborner Simeonsfest.

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