Spannende Begegnung von Jung und Alt
So kann es aussehen, wenn sich Jung und Alt begegnen. Die Teilnehmer eines Generationen übergreifenden Projektes, bei dem sich Jugendliche und Senioren austauschen und gemeinsam etwas unternehmen, waren kürzlich im Museum Abtei Liesborn zu Gast. Dabei ging es um das Thema „Kleidung“.

Sie sind Teilnehmer  des Projektes „Alt und Jung“, das die Wadersloher Reinhild und Ernst Reineke   schon seit vielen Jahren begleiten. Es wird  durch die „Initec – Gesellschaft für Ausbildung und Arbeit mbH Lippstadt“, den Migrationsdienst der Diakonie Ruhr-Hellweg sowie den Sozialdienst katholischer Männer verwirklicht. Bei letzterem hat Reinhild Reineke bis vor kurzem als Sozialarbeiterin gearbeitet.

„Wir haben festgestellt, dass es diese Schnittstelle zwischen Jugendlichen und Senioren, und zwar sowohl deutscher als auch ausländischer Herkunft, im Prinzip nicht gibt“, sagt sie rückblickend. Das Projekt soll einen Kontakt herstellen zwischen Gruppen, die sich sonst eher weniger zu sagen haben. Und im Idealfall gegenseitiges Verständnis vermitteln. Reinhild Reineke formuliert es so: „Die Jugendlichen sollen sagen: Ach, die Alten sind ja doch nicht so bescheuert.’ Und die Alten: Der hat zwar ein Piercing, ist aber trotzdem nett.“ Um das zu erreichen, gab es Jahr für Jahr Veranstaltungen, um Jugendliche und Senioren ins Gespräch zu bringen. Es wurden Ausflüge unternommen, zu Festtagen stellten die Teilnehmer Bräuche vor, in Computerkursen vermittelten Jugendliche den Senioren ihre Kenntnisse.

Auch Ernst Reineke konnte sich für das Projekt begeistern. Als Lehrer weiß er, wie man die Jugendlichen unterstützen kann. „Für sie haben wir zu jeder Veranstaltung Aufgaben gestellt oder ihnen einen Fragenkatalog gegeben, den sie aus dem Gespräch mit den Senioren beantworten sollen.“ Das erleichtere den Einstieg und schaffe Gesprächsthemen. Da sowohl Reinhild Reineke als auch eine Kollegin in diesem Jahr aus dem Projekt ausscheiden, wird es in dieser Form wohl nicht weitergeführt. Zum Abschluss des Tages in Liesborn fällt das Fazit äußerst positiv aus. Während der Museumsführung, dem Gang durch die Kirche, dem Besuch des Sinnesparks und des Ludgerushauses herrscht gute Stimmung. Und am Ende, sagen die Teilnehmer, die überwiegend aus Lippstadt kommen, hätten sie das Dorf ganz neu wahrgenommen.

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