Startschuss für neue Großbaustelle
Viele Bewohner des St.-Josef-Hauses in Liesborn nahmen am Montagmorgen Anteil am symbolischen Spatenstich für den Erweiterungsbau im Baugebiet Kemper-Werke. Hier soll in 15 Monaten eine Wohneinrichtung mit 24 Plätzen und einem Krisenplatz für Menschen mit Behinderungen geschaffen werden. Unser Bild zeigt (vorne v. l.) Bünjamin Uysal, Fachingenieur Bernd Thoms, Bewohnerin Hildegard Mühl, Christian Essel (Sparkasse Beckum-Wadersloh), Bewohner Guido Wamper, Prokurist Peter Kleinediekmann, Pfarrer Martin Klüsener, Geschäftsführer Hermann Gödde, Einrichtungsleiter Oliver Werner, Bürgermeister Christian Thegelkamp, Baudezernent Mathias Wehmeyer, Architektin Silke Beverunge und Ulrich Wagener (Firma Mestekemper).

Schon bald rücken hier Bagger und andere schwere Geräte an. In 15 Monaten soll das Objekt fertig sein. Dass der Zeitplan eingehalten werden kann, hoffen vor allem Einrichtungsleiter Oliver Werner, sein Mitarbeiter-Team und die Bewohner. 24 Wohnplätze und ein Krisenplatz für Menschen mit psychischen Behinderungen wären dann Ende Oktober 2016 bezugsbereit.

Jeder Bewohner bekommt ein Einzelzimmer mit Balkon oder Terrasse. Die Unterbringung ist in Wohngruppen mit jeweils sechs Bewohnern organisiert. Das barrierefreie Gebäude wird eingeschossig mit einem ausgebauten Dachgeschoss errichtet. Der Eingang soll von der Kemperstraße aus erfolgen. „Ich freue mich sehr über den Spatenstich“, sagte Pfarrer Martin Klüsener. Die katholische Kirchengemeinde St. Margareta ist Träger der Einrichtung und somit ergriff Klüsener quasi als Bauherr das Wort. Der Erweiterungsbau sei ein wichtiger Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des St.-Josef-Hauses, betont er.

Bürgermeister Christian Thegelkamp stellte heraus, dass die Baumaßnahme nicht nur für den Ortsteil Liesborn, sondern für ganz Wadersloh von Bedeutung sei. Rund 14 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in der Großgemeinde entfielen auf den Pflegebereich und pflegenahe Dienste. Man sei somit der größte Pflegestandort im Kreis Warendorf.

Mit Interesse verfolgten zahlreiche Bewohner den Spatenstich. Geschäftsführer Heinz-Hermann Gödde stellte ihnen die einzelnen Beteiligten namentlich vor. Als „wichtigste Frau des Tages“ bezeichnete er dabei Architektin Silke Beverunge aus Wettringen. Aber auch auf die ausführende Baufirma komme es an, sagte Gödde. Den Zuschlag für den Bau hat nach der Ausschreibung die Firma Mestekemper aus Rheda-Wiedenbrück bekommen, die auch schon das Wadersloher Rathaus errichtet hat.

In den Erweiterungsbau werden 2,4 Millionen Euro investiert. Diese Summe schultert die katholische Kirchengemeinde St. Margareta aber nicht allein. Zu dem Darlehen in Höhe von 427.000 Euro bei der Sparkasse Beckum-Wadersloh kommen eine Landesförderung mit einem Darlehen über 980.500 Euro sowie Zuschüsse von der Stiftung Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen (427.000 Euro) und der Deutschen Behindertenhilfe „Aktion Mensch“ (110.000 Euro).

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