Thema im Studienforum ein Glücksgriff
Bild: Grünebaum
Vor einer interessierten Zuhörerschaft begab sich Prof. Dr. Dr. Sabine Meck auf eine Zeitreise und auf die Suche nach dem Glück. Die Frage, was sich hinter dem Wort verbirgt, beschäftigt die Menschheit seit Jahrtausenden – und im kommenden Semester eine Gruppe im Studienforum der VHS Beckum-Wadersloh.
Bild: Grünebaum

Denn mit eben diesem setzen sich die Teilnehmer der Vorlesungsreihe in den kommenden Monaten auseinander. Oder wäre es doch übertrieben oder gar falsch, in einem solchen Moment schon vom Glück zu sprechen? Prof. Dr. Dr. Sabine Meck brachte ihre Zuhörer bei der Einführung in das Semesterthema zum Nachdenken. Keine Frage: Auf die Suche nach dem Glück begibt sich jeder in seinem Leben.

Doch wer findet? Und wie gelingt es, etwas so „wunschlos Schönes“, das sich „wie im Schlaf ereignet“ und das einen „Hauch von Zufälligkeit trägt“, festzuhalten? Auch für die Wissenschaftlerin eine Herausforderung: „Das Glück ist ein Rätsel, eine philosophische Kategorie“, merkt sie nachdenklich und zugleich fasziniert an.

Was sich hinter der Bedürfnispyramide verbirgt

Doch auch einem Rätsel kann man sich nähern. Zum Beispiel mit Abraham Harold Maslows Bedürfnispyramide. Der US-amerikanische Psychologe sieht physiologische Bedürfnisse wie Essen auf der untersten Ebene. Die Spitze bildet das Segment „Selbstverwirklichung“. Und was bedeutet das für das Glück? Sabine Meck unterscheidet zwischen affektivem und kognitivem Glück. Ersteres ist kurzfristig und entsteht beim Stillen der grundlegenden Bedürfnisse. Letzteres aber könnte der Schlüssel zu einem ausgeglichenen, selbstzufriedenen Leben im Einklang mit sich selbst sein. Wer herzhaft in ein Stück Schokolade beißt oder ein Paar neue Schuhe kauft, mag für kurze Zeit glücklich sein. Doch die Jagd nach Bedürfnisbefriedigung sei eine „Krankheit unserer Zeit“, kritisierte die Wissenschaftlerin und Wissenschaftsjournalistin.

Wer den Weg zum Glück allerdings alleine geht, könnte sich verlaufen. Altruismus und Mitgefühl nannte Meck als entscheidende Faktoren. Oder wie sagte noch gleich Eckart von Hirschhausen? „Glück kommt eben selten allein.“

SOCIAL BOOKMARKS