Themenwoche weckt Erinnerungen
Vom 2. bis 16. November möchte der Heimatverein Wadersloh mit verschiedenen Veranstaltungen an die ehemaligen jüdischen Mitbürger Waderslohs erinnern. Am 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, wird auf dem jüdischen Friedhof (im Bild) ein Kranz niedergelegt.

Dazu werden verschiedene Veranstaltungen durchgeführt, die sich gegen das Vergessen der Geschehnisse um den Holocaust richten. Im Mittelpunkt steht das Projekt „Stolpersteine“ und die Präsentation des Buches zur Geschichte der jüdischen Familien in Wadersloh, das Hans-Josef Kellner nach intensiven Recherchen geschrieben hat. Die Stolpersteine sind in Messing gegossene Platten mit den Lebensdaten ehemaliger jüdischer Bewohner des Ortes. 20 Exemplare wird der Künstler Gunther Demnig am Dienstag, 11. Dezember, vor fünf Häusern der ehemaligen jüdischen Bürger verlegen.

Zum Projekt Stolpersteine gehören noch folgende Aktivitäten:

Am Freitag, 2. November, findet von 19 bis 22 Uhr im Bildungsheim St. Michael ein Angebot für 16- bis 30-Jährige statt, bei dem Merkmale jüdischen Lebens vorgestellt und der Film „Fateless“ nach dem Buch „Roman eines Schicksallosen“ von Imre Kertecz gezeigt wird.

Jugendliche der weiterführenden Schulen präsentieren am Dienstag, 6. November, den Jahrgängen neun bis zwölf in der Zeit von 11 bis 13 Uhr ihre Arbeiten zum Thema. Um 19.30 Uhr werden die Schülerarbeiten den Bürger der Gemeinde Wadersloh gezeigt.

Am Mittwoch, 7. November, lädt die Wadersloh-Marketing GmbH zu 19.30 Uhr in die Abteikirche ein. Der Klarinettist Giora Feidmann spielt Klezmer-Musik. Hans-Josef Kellners Buch „Die vergessenen Nachbarn – wer kennt sie noch?

Die Geschichte der jüdischen Familien in Wadersloh seit 1816“ wird am Donnerstag, 8. November, ab 18 Uhr im Ratssaal vorgestellt.

Für die ehemaligen jüdischen Bewohner von Wadersloh und die Opfer des Holocausts wird am Freitag, 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, um 11 Uhr am Judenfriedhof in Wadersloh (kl. Bild) ein Kranz niedergelegt. Außerdem wird der Wanderweg am Friedhof neu benannt.

Am Freitag, 16. November, präsentiert „Möttes Band“ jiddische Lieder ab 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Michael.

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