Treffpunkt wird gebührend eingeweiht
Bild: Husmann
Ein Lied aus seiner Heimat sang Sharif Mousa (sitzend) gemeinsam mit Heike Hartmann, Abbas Al Mustafa und den weiteren Gästen bei der Einweihung des neuen Treffpunkts. Der Syrer hatte bereits einen umjubelten Auftritt beim Musicaldinner.
Bild: Husmann

Und es war fast sommerlich warm in den gemütlich hergerichteten Räumen, weil so viele Gäste aus allen Ortsteilen gekommen waren.

Er würde sich wünschen, wenn es immer so viele wären, sagte Bürgermeister Christian Thegelkamp. Er freue sich über die Möglichkeit für die Flüchtlinge, gerade im Winter nicht immer nur in ihren Zimmern hocken zu müssen, denn die seien eng genug. Thegelkamp dankte allen ehrenamtlichen Helfern und den 15 Flüchtlingen, die tatkräftig beim Renovieren mitgemacht haben. Als Geschenk gab es von der Gemeindeverwaltung eine elektronische Dartscheibe. Fernsehgerät und DVD-Player wurden bereits privat gespendet. Internet und W-Lan stehen den Flüchtlingen kostenlos zur Verfügung.

Wie wichtig das ist, betonte Flüchtling Salan Hasan aus Syrien im Gespräch mit der „Glocke“. „Alle kommen hier her, um mit ihren Familien Kontakt zu haben“, sagte der 25-Jährige auf Deutsch. Er besuche den Treffpunkt jeden Tag und finde es gut, dass es jetzt einen Ort für alle gebe.

Dass gerade auch Einheimische in den neuen Räumen willkommen sind, machte Bürgermeister Thegelkamp deutlich. „Geben Sie den Flüchtlingen die Chance, mit Ihnen zu sprechen und unsere Sprache zu erlernen. Dieser Ort ist super dafür geeignet“, appellierte er an die zahlreichen Gäste.

Für die standen leckere Kuchen, frische Waffeln und süße Naschereien aus dem Orient bereit. Letztere hatten einige Flüchtlinge selbst gebacken.

Werner Eckey, Koordinator der Wadersloher Flüchtlingshilfe, dankte der Gemeinde, die den Raum zur Verfügung gestellt hat, und allen Helfern für ihr Engagement. Den Gästen riet er augenzwinkernd, vor allem die Leckereien aus den Herkunftsländern der Flüchtlinge zu probieren.

Stimmung kam auf bei einem Musikbeitrag von Sharif Mousa, der ein Lied aus seiner Heimat Syrien sang und dazu auf der Sass spielte. Einige Flüchtlinge tanzten dazu, alle anderen klatschen dafür kräftig mit.

Ein guter Auftakt für das, was der Treffpunkt werden soll – eine Stätte der Begegnung für alle Kulturen.

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