Trompetenbaum ragt drei Meter in die Luft
Bild: Edelkötter
Selbst gezogen hat Marcel Speckmann seinen Trompetenbaum. Drei Meter ist der nun hoch. Speckmanns Tipp für den Herbst: Blüten und Äste großzügig zurückschneiden.
Bild: Edelkötter

Ungewöhnlich für diese Jahreszeit: Er hängt voller blassrosa Blüten. „Das sind bestimmt 250 bis 300“, meint Speckmann. Es ist das zweite Mal in diesem Jahr, dass die Engelstrompete ihre Pracht zeigt.

Schutz vor Sonne und Trockenheit

Wie das gelungen ist? „Mit ganz, ganz viel Wasser“, verrät Speckmann sein Rezept. Jeden Tag sei da „richtig was in die Pflanze geflossen“. Denn Trockenheit möge dieser Trompetenbaum überhaupt nicht – auch die pralle Sonne tue ihm nicht gut. „Wenn es besonders heiß war, habe ich den Baum in der Mittagszeit bedeckt. Das hat sich gelohnt“, sagt der 31-Jährige und zeigt auf die Engelstrompete in seinem Garten. Die üppigen, glockenförmigen Blüten schaukeln im Wind. „Es ist eine Seltenheit, dass er noch einmal so toll blüht“, betont Speckmann und lacht: „Ich habe wohl einen grünen Daumen.“

Talent durch Zufall entdeckt

Sein gärtnerisches Talent hat der Wadersloher eher durch Zufall entdeckt. Eigentlich wollte der Trompeter Tischler werden. Aus gesundheitlichen Gründen ging dies aber nicht. „Ich trage eine Augenprothese und habe verschiedene Allergien“, beschreibt Speckmann. Den ganzen Tag über in feiner Sägespäne werkeln – unmöglich. „Also habe ich eine Gärtnerausbildung angefangen“, erzählt der Musiker.

Diesen Schritt hat er nicht bereut – von Beginn an. „Schon meine Ausbildung war toll“, beschreibt Speckmann. In der Berufsschule in Herford hat er 2008 besagten Trompetenbaum (Brugmansia) als Steckling selbst gezogen. Zehn Jahre später ist die Pflanze eine echte Erscheinung. „Ihre Entwicklung zu verfolgen, macht Spaß“, findet der Gärtner, der in einem Betrieb in Wadersloh arbeitet.

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