Verborgener Schatz schlummert im Garten
Bild: Brüggenthies
Interessanter Fund bei der Gartenarbeit: Anneliese und Bruno Neubauer haben eine alte Silbermünze aus dem 18. Jahrhundert in der Erde gefunden.
Bild: Brüggenthies

 Anneliese und Bruno Neubauer trauten ihren Augen nicht, denn es war nicht die erste Münze die dort auftaucht: „Wir konnten es gar nicht fassen. Wir dachten erst, es sei ein Stein, der da glänzte. Schon vor zwei Jahren haben wir hier eine alte Münze entdeckt“, freuen sich die beiden über den ungewöhnlichen Fund im Boden. Schnell rief das Ehepaar Sohn Richard an, der Dank Lupe und einer Recherche im Internet schnell Licht ins Dunkle bringen konnte.

Die vielen Jahrhunderte im Erdreich haben zwar Spuren an dem Geldstück hinterlassen, doch erkennen kann man die Prägung immer noch. Die Jahreszahl 1759 und die Prägungen „LUDOVICIUS DG HASSIA LANDGRAV“ und „PRINCEPS HERSFELD COMES IN CATT“ sind noch gut auf der Silbermünze lesbar. Der Schätzwert (in gut erhaltenem Zustand) dürfte zwischen 50 und 100 Euro liegen.

Zur Zeit des Landgrafen Ludwigs VIII. von Hessen-Darmstadt bestand Diestedde nur aus wenigen Gehöften, von denen viele zum Schloss Crassenstein gehörten. In der Nähe des Standorts der heutigen Erlöserkapelle befand sich eine Wasserstelle.

Vielleicht waren es Soldaten auf dem Weg zum Schloss Crassenstein, die an dieser Wasserstelle ihr Lager für die Nacht aufgeschlagen hatten und bei einem hastigen Aufbruch die Münzen zurückließen? Oder vielleicht sind sie einem Handwerker auf dem Weg zur Taverne aus der Tasche gefallen?

Wer in den Sommerferien Zeit hat, sollte vielleicht auch einmal seinen Garten umgraben oder den Dachboden absuchen. Vielleicht schlummert dort ja auch noch ein verborgener Schatz.

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