Verkehrsführung steht im Mittelpunkt
Bild: Husmann
Über eine mögliche neue Verkehrsführung an der Bornefeld-Ettmann-Straße in Wadersloh ist am Dienstagabend im Ausschuss für Bau, Planung und Struktur lange gesprochen worden.
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In eine unechte Einbahnstraße kann man nur von einer Seite hineinfahren, aber zu beiden Seiten wieder heraus. Die Wilhelmstraße in Wadersloh fällt in diese Kategorie. Ein einstimmiges Votum gab es hingegen für den Antrag von Rudolf Luster-Haggeney, Fraktionsvorsitzender der CDU, die Beschlussfassung zu schieben. Danach soll in der Sitzung vor den Sommerferien mit neuen Zahlen und Erkenntnissen über das Thema beraten werden.

Wenn aufgeschoben nicht aufgehoben bedeute, könne er sich damit anfreunden, machte Bürgermeister Christian Thegelkamp deutlich, betonte aber den notwendigen Handlungsbedarf.

Mit Blick auf umliegende Straßen, auf die sich eine Veränderung an der Bornefeld-Ettmann-Straße auch auswirken könnte, regte Rudolf Winkelhorst von der FWG-Fraktion an, eventuell ein Verkehrskonzept für den gesamten Bereich zu überdenken.

Vor gut vier Wochen hat die Gemeindeverwaltung die Gewerbebetriebe im nahen Umfeld gebeten, ihre Anlieferer beziehungsweise Fahrer für das Problem zu sensibilisieren. Man solle erst einmal abwarten, ob sich danach vor Ort etwas ändere, begründete Rudolf Luster-Haggeney seinen Antrag. Auch sollten weitere Messungen durchgeführt werden.

Herbert Gottwald, Leiter des Straßenverkehrsamt des Kreises, stellte dem Ausschuss das Ergebnis der Messungen vor. Etwa 85 Prozent der Durchfahrenden seien in der als Tempo-30-Zone ausgewiesenen Straße mit 33 bis 35 Stundenkilometern unterwegs. Registriert habe man etwa 15 Lkw pro Tag. Dabei räumte er ein, dass das Gerät nach Fahrzeugmaßen zähle, es sich auch um Sprinter oder Fahrzeuge mit Anhängern handeln könne. Lkw-Fahrer würden häufig Navigationsgeräte für Pkw nutzen, die die kürzesten Wege auswählten. Im Falle einer Neuregelung nutzten sie oft andere Schleichwege, räumte er ein.

Der Verkehr habe den Weg zu nehmen, der mit dem Straßenverkehrsamt festgelegt worden sei, und der führe nun einmal über Mauritz, Schulkamp, Bentelerstraße und Langenberger Straße, betonte Bürgermeister Christian Thegelkamp. Ein Sperrung zur Straßenmitte hin sei keine Option, da nicht genügend Platz zum Wenden vorhanden sei.

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