Vier Frauen empfangen Sakramente
Eine bewusste Entscheidung für den katholischen Glauben haben vier Frauen aus Wadersloh und Bad Waldliesborn getroffen: (v. l.) Melanie Katthöfer aus Wadersloh und Carmen Hage aus Bad Waldliesborn ließen sich firmen. Das Sakrament der Taufe empfingen Lisa Sedljar aus Wadersloh und Maike Hammerström aus Bad Waldliesborn.

Maike Hammerström aus Bad Waldliesborn und Lisa Sedljar aus Wadersloh wünschten sich, getauft zu werden. Melanie Katthöfer aus Wadersloh und Carmen Hage aus Bad Waldliesborn baten um die Vorbereitung auf den Empfang des Firmsakramentes.

Pfarrer Ralph Forthaus bewertet das Anliegen der vier Frauen im Gespräch mit der „Glocke“ als „im Nachhinein doch nicht so ungewöhnlich, wie es im ersten Moment vielleicht erscheinen mag.“ Schließlich beobachte man schon seit einiger Zeit, dass immer weniger Babys getauft werden, zudem gebe es aber auch viele Zuzüge, speziell aus den neuen Bundesländern. „Bei diesen Menschen kommen dann irgendwann auch oft Fragen auf, und sie möchten mehr über den katholischen Glauben erfahren oder ganz in die katholische Kirche hineinwachsen“, erklärt Forthaus.

Über sieben Monate hinweg traf sich die Vierergruppe im 14-tägigen Rhythmus mit Diakon Martin Voß, um sich mit dem katholischen Glauben auseinanderzusetzen. Es ging dabei um das Glaubensbekenntnis, die Grundgebete, das Papsttum, die Marienverehrung und die Sakramente. Natürlich wurde bei den Treffen auch das Gebet praktiziert und somit eingeübt.

Nicht zuletzt rundete eine Kirchenführung die Ausbildung, die allen Beteiligten viel Freude bereitete, ab. Am 17. März fuhren die Bewerber schließlich nach Münster, um Bischof Felix Genn persönlich ihren Tauf- beziehungsweise Firmwunsch zu übermitteln. Dieser überreichte daraufhin Pfarrer Forthaus ein Schreiben, aus dem hervorging, dass der Taufe und Firmung der Kandidaten weiter nichts mehr Wege steht.

Am vergangenen Samstag war es dann soweit. Weihbischof Stefan Zekorn machte sich auf den Weg nach Wadersloh, um in der Pfarrkirche die Sakramente der Taufe beziehungsweise Firmung den Erwachsenen zu spenden. Für die Neugetauften stand im selben Gottesdienst schließlich noch die Erstkommunion an. Durch den Empfang der Taufe, Firmung und der Eucharistie wurden sie somit in einem Gottesdienst vollständig in die Kirche eingegliedert.

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