Wadersloh: Eltern-Taxis im Visier

Zudem regen die Jugendlichen an, bei Straßenkreuzungen in Schulnähe die Parkverbotzone von fünf auf zehn Meter zu erweitern. Doch das geht nicht so einfach. Die Straßenverkehrsbehörde teilte dazu mit, dass nur, wo die Fünf-Meter-Zone keine ausreichende Sicht in die andere Straße schaffe oder das Abbiegen erschwere, andere Maßnahmen getroffen werden könnten. Zunächst müsse dafür aber eine Überwachung des ruhenden Verkehrs in diesen Bereichen durchgeführt werden.

Das hat die Verwaltung mittlerweile getan, und zwar vom 12. Dezember bis 18. Januar, jeweils von 7 bis 8 Uhr. Einzelne Verstöße wurden dabei festgestellt. Eltern brachten ihre Kinder bis vor die Schultür und stellten ihre Autos verbotswidrig ab. Dies, so betonte die Verwaltung im Ausschuss, führte kurzfristig zu Staus und sei durchaus eine gefährliche Situation für die Kinder, die sich zwischen parkenden und fahrenden Fahrzeugen bewegen müssten.

Nun suche man nach Verbesserungen. Die Gemeinde hat Kontakt zum Straßenverkehrsamt des Kreises aufgenommen, um zu prüfen, ob am Mauritz auf Höhe des Johanneums das absolute Halteverbot verlängert werden und eine Sperrfläche von zwei Autolängen für den ersten Teil der Schützenstraße eingerichtet werden kann.

Zusätzlich weist die Verwaltung daraufhin hin, dass sie zwei neue Geschwindigkeitsanzeigegeräte angeschafft hat und diese auch an den Schulen verstärkt zum Einsatz kommen.

Den Ausschussmitgliedern genügte das erst einmal als Maßnahmen zur Schulwegsicherung. Sie setzen zudem auf die Mithilfe der Eltern. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Schulen darum zu bitten, ein „Hinweisschreiben bezüglich des Park- und Halteverhaltens der Eltern-Taxis an alle Erziehungsberechtigen der Schüler“ zu versenden. Denn, so betonten die Politiker, ausgewiesene Parkmöglichkeiten gebe es an den Schulen genügend. Zudem soll die Polizei ein Auge auf die Situation werfen und Aufklärungsgespräche führen.

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