Wadersloher Lädchen hat Geburtstag
Bild: Frenz
Maria Bouscherys Leidenschaft ist das Ehrenamt.
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Maria Bouschery muss nicht lange darüber nachdenken, was sie an ihrer ehrenamtlichen Arbeit begeistert. „Wenn die Menschen hier bei der Warenausgabe vor Dankbarkeit Tränen in den Augen haben, das erfreut mein Herz“, sagt die Rentnerin. Am Freitag feierte das „Wadersloher Lädchen“ seinen zehnten Geburtstag als geselliges Beisammensein mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, Freunden und Förderern, Nachbarn sowie Vertretern der Gemeinde.

Geburtstag eigentlich schon im Januar

Geburtstag habe das Lädchen eigentlich schon im Winter gehabt, sagt Bouschery. Am 14. Januar 2009 hätten sich damals die Türen der Wadersloher Ausgabestelle zum ersten Mal geöffnet, damals noch in der Kantstraße, gegenüber den heutigen Räumlichkeiten in der Mühlenfeldstraße 2. Seither sei die Wadersloher Ausgabestelle an die Tafel Ennigerloh angeschlossen.

Ehrenamtliches Trio hatte Vision für Wadersloh

Einen ersten Austausch mit dem dortigen Team habe es schon im Frühling des Vorjahres gegeben, nachdem die drei Ehrenamtlichen Brigitte Kettrup, Marion Mußenbrock und Bernhard Bouschery aus Wadersloh die Arbeit in Ennigerloh schon lange mit Interesse beobachtet hätten. Daraus sei die Vision entstanden, ein solches Angebot auch in der Großgemeinde Wadersloh einzuführen. Die Aufgabe: bedürftige Menschen mit einwandfreien Nahrungsmitteln versorgen, die im Handel nicht mehr verkauft werden können. Das Ziel: eine Brücke schlagen zwischen Überfluss und Bedarf. Eine große Hilfe sei dabei die Gemeinde gewesen, die die Räumlichkeiten der Ausgabestelle komplett kostenfrei zur Verfügung stelle.

Von 24 auf 690 Bedarfsgemeinschaften

Was 2009 mit einem Team von etwa 20 Ehrenamtlichen und 24 zu versorgenden Bedarfsgemeinschaften begann, hat sich bis heute auf 60 Bedarfsgemeinschaften und mehr als 30 Ehrenamtliche ausgeweitet. Ganz besonders freut Leiterin Maria Bouschery sich darüber, dass Gründungsmitglied Brigitte Kettrup bis heute mit dabei ist. Die Leitung des Lädchens hatte Bouschery 2013 nach dem Tod ihres Mannes Bernhard von ihm übernommen. Sie erledigt ihr Ehrenamt mit großer Freude.

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