Wenn Kunst bei der Trauerarbeit hilft
Bild: Krumkamp
Am runden Tisch trafen sich die Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Johanneums, ihre Lehrer Werner Schlegel und Thomas Engstler sowie Schulleiter Hans-Jürgen Lang, Bürgermeister Christian Thegelkamp und die neue Bauschussdezernentin Dr. Kerstin Dengler.
Bild: Krumkamp

Zusammen mit ihren Fachlehrern Werner Schlegel und Thomas Engstler organisierten die engagierten Schüler in Zusammenarbeit mit Bürgermeister Christan Thegelkamp eine tatsächliche Umgestaltung der Trauerhallenräumlichkeiten am Wadersloher Friedhof. Diesem Treffen vorangegangen waren Monate der Vorbereitung.

Vor knapp einem Jahr ging die Schülergruppe die mögliche Umgestaltung der Räumlichkeiten im Unterricht an und präsentierte die Ergebnisse später im Ratssaal vor Ausschussmitgliedern. Intensiv beschäftigte sich die die Gruppe mit Aspekten der Ästhetik und setzte sich aktiv mit dem Thema Trauer und Tod auseinander. Sechs ganz unterschiedliche und individuelle Räume entstanden bei dieser Arbeit.

 „Ich kann euch versichern, dass alle sehr begeistert sind von den Ideen“, berichtete Bürgermeister Christan Thegelkamp. Nach einigen Bauausschusssitzungen und dem räumlichen Umbau der Trauerhalle ist eine Entscheidung gefallen: Den Auftrag für die Trauerhallengestaltung erhielt die Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums Johanneum. Eine mutige Entscheidung des Ausschusses, denn so etwas hat es in dieser Form wohl noch nirgendwo gegeben. Anstatt eines professionellen Betriebes übernehmen jetzt Schüler die anspruchsvolle Aufgabe der Gestaltung. Mit einem Budget von 10 000 Euro gilt es nun, drei unterschiedliche Trauerräume zu schaffen.

„Der Einsatz hat sich gelohnt“

„Mir ist es wichtig, dass die Schüler merken, dass sich ihr Einsatz gelohnt hat und sich ihre theoretischen Ideen auch ins Praktische umsetzen lassen. Das Projekt wird sicherlich eine wertvolle Erfahrung für sie“, betonte Bürgermeister Christian Thegelkamp. „Es ist schon ein anspruchsvolles Projekt“, resümiert Schülerin Julia Kranz, „aber ich denke, dass es spannend wird, wie wir unsere sechs Vorschläge zu drei Räumen zusammenfügen.“

Zunächst sollen Sponsoren für Material gefunden und dann die einzelnen Elemente herausgearbeitet werden. „Hierbei spielen die Aspekte der Ästhetik und der Praktikabilität eine große Rolle“, gibt Kunstlehrer Werner Schlegel zu bedenken. Bis zum Sommer sollen die drei Modelle stehen, damit zum Herbstanfang die Umsetzung beginnt.

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