Wohin soll die Sekundarschule ziehen?
Top oder Flop? Zum Schuljahr 2018/19 soll die Sekundarschule umziehen. Doch wohin? Drei Varianten zur Unterbringung hat die Verwaltung geprüft: die Verteilung auf beide Standorte (Haupt- und Realschule) oder die Unterbringung entweder in der Hauptschule oder in der Realschule.

Diese Fragen wurden erstmalig am Montagabend im Schulausschuss diskutiert. Bürgermeister Christian Thegelkamp stellte alle drei Varianten mit ihren Vor- und Nachteilen sowie geschätzten Kosten ausführlich vor. Die Verwaltung hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und favorisiert den Schulstandort Winkelstraße (Hauptschule) für die dauerhafte Ansiedlung der Sekundarschule.

Im Gegensatz zum Standort Schulkamp (Realschule) sei an der Winkelstraße ausreichend Platz für Ausbaumaßnahmen. Das Gebäude sei von seinem Zuschnitt her für eine Differenzierung und Zonenbildung gut geeignet, merkte Thegelkamp an. Für den Standort Winkelstraße spreche die gute, bereits vorhandene Infrastruktur für die Schülerbeförderung. Die Verteilung der Sekundarschule auf zwei Standorte sei für die Schulgemeinschaft seiner Meinung nach ein Nachteil, gab der Bürgermeister zu bedenken. So sei es sicher schwierig, ein Zusammengehörigkeitsgefühl herzustellen.

Die Investionskosten für Erweiterung und Umbau schätzt die Verwaltung bei beiden Standorten auf 1,6 Millionen Euro, beim Standort Schulkamp auf 4,5 Millionen Euro und beim Standort Winkelstraße auf 5,7 Millionen Euro. Für letzteren wurde auch die Erweiterung in Modulbauweise als Alternative zum herkömmlichen Stein-auf-Stein-Bau in Erwägung gezogen. Hierfür würden 4,1 Millionen Euro zu Buche schlagen. Bei dieser Variante wären die jährlichen Gesamtkosten (Bauunterhaltung, Bewirtschaftung, Zins und Abschreibung) mit 335 000 Euro am niedrigsten im Gegensatz zur Variante mit beiden Standorten (jährlich 390 000 Euro). Die Verwaltung plant, eine baubegleitende Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Schule einzurichten.

Der Vorschlag von Heino Teckentrup (FWG), auch einen Vertreter der Elternschaft mit ins Boot zu holen, stieß auf Zustimmung. Bürgermeister Thegelkamp äußerte den Wunsch, dass der Rat vor den Sommerferien eine Grundsatzentscheidung für einen Standort trifft, damit weiter geplant werden kann. Dem Antrag von Hannelie Böcker-Riese (CDU), das Thema noch einmal in den Fraktionen zu beraten, wurde einstimmig entsprochen. Das Thema findet sich auf den Tagesordnungen im Bauausschuss (11. März), im Hauptaussschuss (25. März) und in der Ratssitzung am 15. April wieder.

SOCIAL BOOKMARKS