Zweigeschossige Häuser sind zulässig
In Diestedde, Liesborn und Wadersloh soll es demnächst speziell ausgewiesene Grundstücke in Baugebieten geben, auf denen Häuser mit zwei Stockwerken gebaut werden können.

  Somit ist ein moderner Baustil mit höheren Dachtraufen möglich. Der Beschlussvorschlag wurde neu formuliert und ging daraufhin über den Vorschlag der Verwaltung hinaus.

 Diese hatte vorgesehen, dass zunächst Bereiche für eine zweigeschossige Bauweise in einem Rahmenplan festgelegt werden, der Verkaufsverhandlungen für die Bauplätze zugrunde gelegt wird. Im neuen Beschlussvorschlag wurde jetzt direkt eine Änderung des Bebauungsplanes festgelegt und somit eine rechtliche Grundlage geschaffen.

Demnach sollen ausgewiesene zusammengefasste Bereiche in Baugebieten (so genannte „Cluster“) dahingehend geändert werden, dass eine zweigeschossige Bauweise zugelassen wird. Die maximal mögliche Firsthöhe bleibt dabei unverändert bei 9,30 bis 9,50 Meter, eine Neuerung ist die Anhebung der möglichen Traufhöhe von maximal 4,50 auf 6,50 Meter. Dachform und -neigung sollen der Zweigeschossigkeit angepasst werden.

Somit ist in diesen Bereichen auch der Bau von zweigeschossigen Stadtvillen möglich. Josef Driftmeier (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, befürwortete die Entscheidung, eine solche Bauweise zuzulassen. Das sei momentan der moderne Baustil, machte er deutlich.

Ausführlich diskutierten die Ausschussmitglieder darüber, ob die Zweigeschossigkeit in den ausgewiesenen Bereichen zwingend festgelegt werden oder nur eine Option bleiben sollte. Leonore Wolters vom gleichnamigen Planungsbüro aus Coesfeld betonte, dass bei einer nicht festgeschriebenen Zweigeschossigkeit auch der Bau von anderthalbstöckigen Häusern unterhalb der vorgegebenen Firsthöhe möglich bleibe. Dies sei aus städtebaulichen Gründen zu berücksichten.

Mit einer Enthaltung sprach sich der Bauausschuss dennoch für die Zulassung aber gegen die zwingende Festsetzung der zweigeschossigen Bauweise aus. Somit ist diese Bauform in den aktuellen Baugebieten der Gemeinde Wadersloh erstmals möglich.

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