11.000 Päckchen für notleidende Kinder
Bild: von Stockum

Etwa 200 Institutionen sind es an diesem Tag, die ihrer Solidarität mit notleidenden Kindern und Familien in Osteuropa Ausdruck verleihen – ausnahmslos eingeschlagen in hübsches Geschenkpapier und mit einigen netten Worten versehen.

Bild: von Stockum

Ein Beifahrer hätte nicht mit ins Führerhaus gepasst – selbst dort türmen sich die Geschenke bis unter den Wagenhimmel. Einmal mehr hat sich der Beelener für die Aktion Kleiner Prinz (AKP) in den Dienst der guten Sache gestellt.

„Ich schenke dir meinen Stern“

Unter dem Motto „Ich schenke dir meinen Stern“ führt die Aktion Kleiner Prinz seit 1995 Päckchenaktionen für bedürftige Kinder in Krisengebieten durch. Inzwischen gehen die Weihnachtsgaben in das noch immer bitterarme Rumänien. Die Hilfsbereitschaft ist enorm. Es gibt kaum einen Kindergarten oder eine Schule im Umkreis, die den Nachwuchs und ihre Eltern nicht darum bittet, das Projekt zu unterstützen.

Viele nehmen Urlaub

Als Jutta Hilleke und Marie-Luise Mönnigmann, die am Mittwoch für die Logistik verantwortlich zeichnen, am Mittag einen ersten Kassensturz machen, kommen sie auf 11.000 Päckchen. Bis dahin packen die ehrenamtlichen Helfer der Heinrich-Tellen-Schule, die Bezirksbeamten Dieter Wohlgemuth und Wolfgang Krause, die Deula, Mitglieder der AKP und viele andere, was das Zug hält. Viele von ihnen haben sich an diesem Tag Urlaub genommen. Immer wieder rollen Autos, Bollerwagen und Transporter auf den Wilhelmsplatz. Die Hilfsbereitschaft ist ungebrochen.

200 Institutionen unterstützen Aktion

Etwa 200 Institutionen sind es an diesem Tag, die ihrer Solidarität mit notleidenden Kindern und Familien in Osteuropa Ausdruck verleihen – ausnahmslos eingeschlagen in hübsches Geschenkpapier und mit einigen netten Worten versehen. Kindergartengruppe um Kindergartengruppe, Schulklasse um Schulklasse pilgert am Mittwochmorgen Richtung Münstertor. Unzählige Privatleute liefern außerdem Pakete ab. „Das ist das schönste Ereignis im ganzen Jahr“, ruft die Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz, Maria Mussaeus, von der Ladefläche des Lastwagens in einem der wenigen kurzen Momente, in dem ihr kein Paket entgegengestreckt wird.

Zentnerweise Mehl, Rosinen, Öl, Margarine und Lebkuchen

Wenige Meter weiter berichtet ihr Stellvertreter Klaus Chmiel von einer E-Mail, die man aus dem zum Teil bitterarmen Rumänien erhalten hat. So mangele es mitunter am Nötigsten. Also packen die Aktiven am Mittwochmorgen in einen der Auflieger zusätzlich zentnerweise Mehl, Rosinen, Öl, Margarine und Lebkuchen. „Damit es zu Weihnachten auch einen Kuchen geben kann.“

Geringfügig weniger als im vergangenen Jahr

Am Mittwochmittag überschlägt Marie-Luise Mönnigmann grob die Zahl der abgelieferten Päckchen und kommt auf mehr als 11.000 – geringfügig weniger als im vergangenen Jahr. Freier Stauraum wird nach der Aktion auf dem Wilhelmsplatz am Lager der Initiative an der Freckenhorster Straße noch mit anderen Hilfsgütern befüllt, ehe sie sich noch am selben Tag auf den Weg nach Rumänien machen.

Zahlreiche Aktivposten

„Vielen, vielen Dank für die tolle Hilfe“, sagt der Vorstand den zahlreichen Aktivposten, auf die er sich einmal mehr stützen konnte. Ob beim Verladen und der Annahme der Päckchen, beim Einsammeln, bei der monatelangen Vorbereitung oder beim Kaffeekochen – viele Hände tragen letztlich dazu bei, dass die verschenkten „Sterne“ den notleidenden Kindern in wenigen Tagen ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden.

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