17 Jahre Engagement für Seniorenheime
Foto: Kleigrewe
Abschied mit vielen Blumen, guten Wünschen und einer Bank für den Garten: Nach 17 Jahren als Leiterin der Seniorenheime Kloster zum Heiligen Kreuz und Dechaneihof geht Monika Abeling – im Bild mit dem Aufsichtsratvorsitzenden Franz-Josef Prangemeier auf der Bank – in den wohlverdienten Ruhestand.
Foto: Kleigrewe

Das machten die vielen Geschenke, Blumen und herzlichen Abschiedsworte, die Kollegen, Mitarbeiter, Bewohner und weitere Weggefährten für sie bereithielten, deutlich.

Nur im kleinen Kreis konnte – coronabedingt – die offizielle Verabschiedung am Morgen stattfinden. Doch das war Monika Abeling eigentlich ganz recht, denn der ganz große Auftritt ist nicht ihr Ding. Dafür das konsequente, kompetente und immer zuverlässige Engagement für „ihre“ Seniorenheime.

Das hob auch ihr Kollege Andreas Schmidt, der vor drei Jahren von ihr die Leitung des Dechaneihofs übernommen hatte, hervor. „Du hast viel für die Entwicklung der beiden Freckenhorster Seniorenheime geleistet“, erklärte er. Er habe eine Menge von seiner Vorgängerin gelernt, betonte Schmidt. „Es ist nicht leicht, eine solche Kollegin zu ersetzen. Wir werden dich vermissen.“

Auf 17 Jahre konstruktive Zusammenarbeit blickte die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Konnie Kampmann, zurück. „Auch wenn es mal schwierig war – Sie haben sich immer für uns Mitarbeiter eingesetzt“, lobte sie und wies auf Abelings Engagement für die Beschäftigung von Asylbewerbern in den Seniorenheimen hin.

Dass die künftige Ruheständlerin immer ein offenes Ohr für die Senioren gehabt habe, wussten die Sprecherinnen der Bewohner und des Heimbeirats zu berichten, die sich im Namen aller für das gute Miteinander bedankten und Monika Abeling für ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute wünschten.

Die passende Ausrüstung dafür gaben Kollegen und Mitarbeiterinnen neben bunten Blumensträußen, verschiedenen Leckereien und kleinen Geschenken der ehemaligen Heimleiterin mit auf den Weg. Sie schenkten ihr eine schicke Gartenbank mit der passenden Wetterschutzfarbe und zwei bequemen Kissen. „Auf der kannst Du in Deinem neuen Garten sitzen und an uns denken“, erklärte Pflegedienstleiterin Petra Porz mit einem Schmunzeln. Und das liegt nahe, befindet sich der Garten doch gleich in der Nachbarschaft zum Kreuzkloster.

„Sie alle haben in den vergangenen Wochen eine schwierige Phase durchgemacht“, wandte sich Franz-Josef Prangemeier, der Aufsichtsratsvorsitzende der Caritas-Seniorenheime Betriebsführungs- und Trägerschaft GmbH, vor seiner Laudatio an alle Mitarbeiter und dankte ihnen für den „tollen Job“, den sie angesichts der Corona-Krise gemacht hätten.

Doch dann stand Monika Abeling wieder allein im Mittelpunkt. Seit 42 Jahren sei sie im Beruf, erklärte Prangemeier und ließ die Stationen ihrer Ausbildung und ihres Wirkens Revue passieren: Ausbildung zur Altenpflegerin, Wohnbereichsleiterin im Altenheim Friedrichsburg in Münster, Studium des Krankenpflegemanagements in Osnabrück mit Aufgaben als wissenschaftliche Mitarbeiterin, nebenberufliche Ausbildung zur Diplom-Gerontologin, Referentin für stationäre Altenpflege und schließlich 17 Jahre Heimleitung in Freckenhorst. „Vor diesem Engagement kann ich nur den Hut ziehen“, zeigte sich Prangemeier beeindruckt.

Aus ihrer Zeit in Freckenhorst hob er besonders Monika Abelings Engagement für die generationenübergreifende Tagespflege „Poggen und Pöggskes“ hervor. „Das war eine fantastische Idee. Das Angebot bringt eine Win-win-Situation für alle Beteiligten“, erklärte er. Doch es habe auch schwierige Zeiten gegeben, in denen sich Abeling „einige Schrammen“ geholt habe, als sie sich mutig für ihre Überzeugungen eingesetzt habe, sagte Prangemeier. So habe es vor fünf Jahren im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit und qualitativ guter Arbeit mit ausreichend Mitarbeitern mächtig geknirscht. „Als es darum ging, dort gute Lösungen zu finden, waren Sie in der ersten Reihe“, lobte er.

„Was das betrifft, war ich nie so einfach“, räumte die scheidende Heimleiterin mit einem Lächeln ein und bedankte sich bei allen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit und die guten Ideen. „Ich habe wirklich sehr gern hier gearbeitet“, stellte sie mit Überzeugung fest.

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