25. Fahrt für Uwe Amsbeck die letzte
Bild: Inderlied
Sorgen für den reibungslosen Ablauf des Ferienlagers: Uwe Amsbeck und Chefköchin Marie-Luise „Meise“ Mönnigmann.
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Für ihn wird es die letzte Fahrt als Cheforganisator sein – bereits zum 25. Mal ist der 47-Jährige als Betreuer dabei. Doch nun sollen Jüngere die Leitung übernehmen. „Viel Papierkram“ bezeichnet Uwe Amsbeck seine Hauptaufgabe bei der Organisation der Laurentiusfahrt. Finanzplanung, Anträge, Zuschüsse: Mit Zahlen muss sich der Grundschullehrer definitiv auskennen.

Von Dezember bis Oktober habe das Betreuerteam mit der Vor- und Nachbereitung des Lagers zu tun, erklärt der 47-Jährige. Dabei gehe es nicht nur darum, sich im Vorfeld abwechslungsreiche Spiele zu überlegen, sondern auch für Alternativen zu sorgen, damit die Kinder auch bei schlechtem Wetter bei guter Laune blieben. „In den vergangenen Jahren haben wir uns gut eingedeckt mit Gesellschaftsspielen und Bastelmaterialien“, sagt Amsbeck.

 Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht dabei immer das Motto, das jedes Jahr neu festgelegt wird. In den Tagen und Wochen vor dem Ferienlager steigt nicht nur bei den Kindern die Vorfreude, auch die Betreuer fiebern der Abfahrt entgegen. Drei Tage vor dem Start fahre das Team in den Großmarkt, um Lebensmittel und Dinge für den täglichen Bedarf zu kaufen, verrät Uwe Amsbeck. „Für uns fängt mit diesem Einkauf das Lager an.“ Dann falle auch die erste Anspannung, ob die Organisatoren auch an alles gedacht haben, langsam von seinen Schultern ab.

Im Lauf der Jahre hat sich viel verändert. Als Uwe Amsbeck 1985 erstmals als Betreuer an der Laurentiusfahrt teilnahm, stiegen 45 Kinder in den Bus. Im August werden es 70 Teilnehmer sein. Auch bei der Entwicklung der Ausstattung des Lagers staunt der Lehrer im Rückblick nicht schlecht. „Bei meiner ersten Fahrt standen zwei kleine Musikboxen, ein Kassettendeck und ein Plattenspieler im Lager“, erinnert sich Amsbeck.

„Die Kinder sind heute viel anspruchsvoller. Sie wollen mehr gefordert werden, viele können sich aber nicht mehr selbst beschäftigen.“ Dennoch seien die meisten mit Spaß dabei – auch die aus seiner Klasse: „Im Lager dürfen die Kinder Uwe zu mir sagen. Wenn sie kurz darauf auf der Schulbank sitzen, bin ich wieder Herr Amsbeck für sie.“

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