76-Jährige kommt bei Wohnhausbrand um
Bild: Poschmann
Feuerwehrkräfte aus mehreren Löschzügen versuchten, den Brand des Wohnhauses an der Milter Telgenstraße in den Griff zu bekommen.
Bild: Poschmann

Gegen 13.30 Uhr stiegen dicke Rauchwolken an der Telgenstraße in die Luft. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand ein Zweifamilienhaus bereits im Vollbrand. Die Meldung war um 13.34 Uhr bei der Leitstelle in Warendorf eingegangen.

Vier Personen befanden sich bei Ausbruch des Feuers im Gebäude. Ein 75-Jähriger konnte sich trotz schwerer Brandverletzungen rechtzeitig ins Freie retten. Mit Verbrennungen zweiten Grades musste er in eine Spezialklinik geflogen werden. Ebenfalls gelang seinem Sohn sowie seiner Schwiegertochter, die im Obergeschoss wohnten, die Flucht aus dem brennenden Haus. Ihre beiden Kinder (elf und 14 Jahre alt) befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Schule.

Die 76-jährige Frau des Brandverletzten wurde zunächst als vermisst gemeldet, für sie kam jedoch jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Seniorin feststellen.

Die Brandursache konnte bisher noch nicht geklärt werden. Mit schwerem Gerät wurde schließlich die Dachhaut des Hauses geöffnet, um die am Nachmittag immer noch lodernden Flammen zu löschen und den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Nach Auskunft von Christof Amsbeck, dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf, war damit zu rechnen, dass die Wehr noch bis in die Nacht hinein mit Löscharbeiten beschäftigt sein würde.

Alarmiert wurden der Löschzug Milte, die Löschzüge I und II der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf, der Löschzug Einen sowie ein Tanklöschfahrzeug aus Freckenhorst und ein Fahrzeug mit einem Abrollbehälter für Atemschutzgeräte aus Ahlen. Zudem kamen der leitende Notarzt des Kreises Warendorf, ein Notarzt des DRK und die Feuerwehr Sassenberg zum Brandherd. Ebenso vor Ort war der Feuerwehrseelsorger sowie das PSNV-Team, das sich um die psychosoziale Notfallversorgung der Angehörigen und der Rettungskräfte kümmerte.

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