Ärzte können Brandopfer nicht retten
Bild: Poschmann
Über dem alten Gasthaus Wiese brannte am Mittwochabend eine Wohnung.
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Der Brand über dem Gasthaus Wiese wirft Fragen auf. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Münster wird ein Gutachter zur Beurteilung der Sachlage hinzugezogen. Mit dem Ergebnis der Untersuchung ist erst in einigen Tagen zu rechnen.

65-Jähriger stirbt in Uniklinik Münster

Bereits sieben Minuten nach der Alarmierung waren zwei Hilfeleistungslöschfahrzeuge sowie der Leiter der Feuerwehr und sein Stellvertreter vor Ort. Beim Eintreffen hatten sich bereits einige Bewohner des Hauses, darunter auch Kinder, selbstständig retten können.

Ein Bewohner der betroffenen Wohnung im ersten Obergeschoss wurde noch vermisst. Nach intensiver Suche wurde der 65-jähriger Warendorfer gefunden und aus dem Gebäude gerettet. Er wurde im Rettungswagen reanimiert. Aufgrund der schweren Verletzung hatte man sich zum Transport des Patienten in eine Spezialklinik per Rettungshubschrauber entschieden. Der Helikopter landete gegen 21 Uhr auf dem Hubschrauberlandeplatz am Josephs-Hospital. Der Patient wurde mit dem Rettungswagen und Notarztbegleitung aus der Innenstadt zum Landeplatz transportiert.

Am Freitagabend teilte dann der diensthabende Arzt des Uniklinikums Münster der Polizei mit, dass der 65 Jahre alte Mann an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben sei.

Mutter und Sohn erleiden Rauchvergiftung

Eine 43-jährige Bewohnerin des Hauses und ihr achtjähriger Sohn wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gefahren. Eine 68-jährige Warendorferin wurde mit Kreislaufproblemen im Hospital behandelt.

Unter der Einsatzleitung von Löschzugführer Thomas Steinhoff waren 60 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen der Löschzüge eins und zwei Warendorf sowie des Löschzugs Milte im Einsatz. Fünf Rettungswagen der Rettungswachen Warendorf und Sassenberg und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge wurden zur Unglücksstelle gerufen. Das Ordnungsamt Warendorf hat sich um die Unterbringung der Bewohner gekümmert.

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