Alkoholverbot nach Schmierereien 
Schmiererei mit rechtsradikalen Parolen (hier ein Archivbild von einem anderen Fall) brachten zwei jungen Warendorfern als Auflage des Jugendschöffengerichts unter anderem ein Alkoholverbot ein.

Beide gestanden die nächtlichen Taten vom 15. April und können mit der Erfüllung verschiedener Auflagen einer Jugendstrafe mit Haft gerade noch einmal entkommen.

Nach der Verlesung der Anklage am Mittwoch im Amtsgericht stand zweifelsfrei fest, dass die beiden nach dem Konsum von erheblichen Mengen Whisky durch die Warendorfer Altstadt gezogen und ihre Schmierereien angebracht hatten. Beide gestanden die Taten und schoben ihr Tun auf den zuvor genossenen Alkohol. 

Der Vorsitzende Richter verurteilte sie zu 120 Arbeitsstunden. Zusätzlich müssen beide eine Präventionsmaßnahme gegen Rechtsradikalismus besuchen, der 18-Jährige zudem eine Maßnahme zur „Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten“.

Gegen die Täter sprach das Gericht als weitere Auflage ein einjähriges Alkoholverbot aus, das – so der Staatsanwalt – „ein besseres Erziehungsmittel als therapeutische Gespräche“ sei. Sollten die bereits einschlägig in Erscheinung getretenen Verurteilten eine der Auflagen nicht erfüllen, insbesondere von der Polizei alkoholisiert angetroffen werden, droht ihnen sofortige Jugendhaft.

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