Altstadt ein Fall für Modellvorhaben
Bild: Edelkötter
Als modellhafter Konzeptbaustein könnte unter anderem die Nutzung der Wasserkraft der Ems untersucht werden.
Bild: Edelkötter

 afür stehen Mittel aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ der nationalen Klimaschutzinitiative zur Verfügung. Warendorf will sich an dem Projekt mit ihrer Altstadt beteiligen. Es sollen „umsetzungsorientierte Konzepte und investive Maßnahmen gefördert werden, die sowohl für ihren innovativen Ansatz als auch für ihre komplexe energetische Sanierung bei Wahrung der Integrität des Denkmals beispielhaft sind“, heißt es bei den Initiatoren.

Bis Ende dieses Monats hat die Verwaltung noch Zeit, den Ministerien einen Projektvorschlag zu unterbreiten. Sollte das Konzept Warendorfs als förderfähig eingestuft werden, könnte ein Teil der Gelder – etwa sechs Millionen Euro stehen zur Verfügung – in die Emsstadt gelangen. Damit ließen sich dann möglicherweise einige Bausteine des Projekts umsetzen. Von der Kommune selbst würde eine Beteiligung in Höhe von fünf Prozent erwartet.

Baudirektor Oliver Knaup und sein Team haben einige Ideen gesammelt, die bereits im Rahmen der Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau und bei den Werkstattgesprächen zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Thema gewesen sind. Als modellhafte Konzeptbausteine könnten so die Nutzung der Wasserkraft der Ems, Beleuchtung der Altstadt durch Solarstrom, die Sanierung städtischer Gebäude wie das Theater am Wall, Abwärmenutzung und andere Dinge untersucht werden. Auch die Nutzung verlassener Häuser wie das an der Kirchstraße 4 als ein Informationszentrum zu den Themen Sanierung und erneuerbare Energien sowie ein Klimapfad durch die Altstadt wären für Knaup denkbar.

 Viele Ideen sind nicht neu und einige Untersuchungen liegen bereits vor. Und auch, weil das Risiko angesichts der hohen Fördersätze gering ist und man energetische Aussagen zur Altstadt gut gebrauchen kann, ist die Verwaltung der Meinung, dass eine Teilnahme an dem Modellvorhaben lohnt. Das letzte Wort hat der Stadtrat. In den Fachausschüssen ist das Projekt allerdings schon bei sämtlichen Fraktionen gut angekommen.

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