Amt für Arbeitsschutz untersucht Unfall
Bild: Edelkötter
Das Metallgeflecht, das mit Steinen befüllt wurde, hatte sich am Mittwochnachmittag geneigt und war auf einer Länge von 40 Metern umgekippt. Dabei wurde ein Arbeiter schwer verletzt. Fachleute begutachteten am Donnerstag die Baustelle.
Bild: Edelkötter

Am Mittwochnachmittag hatte sich auf der Großbaustelle – an der Dr.-Rau-Allee entsteht ein Pflegeheim – um 14.45 Uhr ein Arbeitsunfall ereignet („Die Glocke“ berichtete). Auf der Länge von 40 Metern war ein zum Teil vier Meter hohes Gerüst aus Stahlgeflechten, das mit Steinen befüllt wurde, in Schieflage geraten und auf das Grundstück gekippt. Ein 24-jähriger Handwerker, der mit dem Auffüllen beschäftigt war, war dabei auf die Trümmerteile gestürzt, hatte sich schwer verletzt und war ins Krankenhaus gebracht worden.

Dieser Mauerfall beschäftigt die Bezirksregierung (RP) Münster, bei der das Amt für Arbeitsschutz angesiedelt ist. „Ein Fachmann war sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag vor Ort“, sagte Christiane Klein von der RP-Pressestelle. Dieser Experte habe die Baustelle begutachtet und geprüft. Die Unterlagen, die die Statik-Berechnungen der instabilen Gabionen-Konstruktion zum Inhalt haben, seien der Behörde am Donnerstag übergeben worden.

Eine Aussage, ob die optische Prüfung in Zusammenhang mit der Bau-Mathematik eine Erklärung für den Arbeitsunfall liefere, wollte die Bezirksregierung nicht treffen. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Gutachten eingefordert wird“, hieß es vonseiten der zuständigen Behörde. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf das Betonfundament. Bei dem Arbeitsunfall ist nach Polizei-Angaben ein Sachschaden von 20 000 Euro entstanden. Der Generalunternehmer aus Oelde ist nach eigener Aussage in den Vorgang nicht involviert, weil der Bauherr die Arbeiten an den Außenanlagen separat vergeben habe.

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