Antrag: Radwegenetz sicherer gestalten
Bei einer Tour mit ihren Fahrrädern nahmen die Ortsunionsmitglieder (v. l.) Stephan Schulze Westhoff, Helmut Pöhling, Mechtildis Wissmann und Frederik Büscher die neuralgischen Punkte des Radwegenetzes in Einen-Müssingen vor Ort unter die Lupe.

Das Radverkehrsnetz in Einen-Müssingen müsse zwingend sicherer gestaltet werden, um vergleichbare Unfälle mit Radfahrern in Zukunft möglichst zu vermeiden, sind sich die Kommunalpolitiker einig. Aber auch unabhängig von dem aktuellen Unfall sei die Radwegesituation vor Ort nicht optimal gelöst und müsse weiterentwickelt werden.

In diesem Antrag fordert die Ortsunion, entlang der L 548 vom Ortseingang Einen bis zur Kreuzung L 548 / K 18 (Landhaus Schulze Osthoff) den Radweg beidseitig auszubauen und sichere Querungshilfen am südlichen Ortseingang in Einen einzurichten. Weiterhin soll die Landesstraße 548 in Einen innerhalb der geschlossenen Bebauung vom Status einer Landesstraße in den Status einer offiziellen Ortsdurchfahrt umgewandelt werden. Damit bereits jetzt kurzfristig eine sichere Querungshilfe gewährleistet werden kann, soll laut Antrag eine entsprechende Beschilderung / Markierung auf dem Radweg erfolgen.

Auch im Bereich Müssingen sollen Sicherungsmaßnahmen für den Radverkehr umgesetzt werden. Dort fordert die Ortsunion, am Ortseingang aus nördlicher Richtung kommend ein sichere Querungsmöglichkeit der L 548 am Ende des einseitigen Radwegs zu entwickeln und entsprechende Straßenmarkierungen und Beschilderungen vorzunehmen. Mit ihrem Antrag folgt die Ortsunion auch der Eingabe einer Einwohnerin aus Müssingen, die mehrere Missstände im Radwegenetz schriftlich aufgezeigt hatte.

Um festzustellen, wo es bei den Radwegen im Dorf hakt, hatten sich Mitglieder der Ortsunion Einen-Müssingen auf die Räder geschwungen und sich selbst ein Bild vor Ort gemacht. Z

war sei der Radweg entlang der L 548 zwischen Einen und Müssingen einspurig ausgebaut und für den Radbegegnungsverkehr ausreichend dimensioniert, doch am Anfang der geschlossenen Ortschaft in Einen ende der Radweg aus Richtung Süden kommend abrupt an der Kreuzung L 548 / Velsener Straße, haben die Radler der Ortsunion dabei bemerkt. Einen Hinweis auf den erforderlichen Wechsel zur anderen Straßenseite gebe es nicht. Zudem werde der Radweg genau an dieser Stelle schmaler, da östlich gelegene Hecken des anliegenden Nachbargrundstücks mittlerweile sehr breit geworden seien. Dort sei unbedingt eine Verbreiterung des Radwegs in Abstimmung mit den Anliegern anzustreben.

Ein weiteres Problem sei der Fuß- und Radweg zwischen Bushaltestelle und Talweg entlang der L 548 auf westlicher Seite. Er sei viel zu schmal für den Begegnungsverkehr mit Fahrrädern. Auch die am südlichen Ende des Radwegs platzierte Bushaltestelle berge Gefahren, weil sie für Radfahrer den sicheren Wechsel auf die andere Straßenseite behindere. Für die aus nördlicher Richtung kommenden Radler sei es noch schwieriger, weil der Radweg scheinbar in der Bushaltestelle münde.

In Müssingen haben die Testradler ebenfalls Probleme ausgemacht. So sei es für Radfahrer, die aus nördlicher Richtung kommend den Radweg entlang der L 548 befahren, nicht eindeutig wahrnehmbar, dass am Anfang der geschlossenen Ortschaft der Radweg auf der westlichen Seite weiter genutzt werden müsse. Viele ortsunkundige Radler würden deshalb weiter auf der östlichen Seite fahren und dadurch direkt in den Bereich der dortigen Bushaltestelle geraten, wo es aufgrund der Enge Schwierigkeiten im Begegnungsverkehr von Radfahrern und Fußgängern gebe. Eine sichere Abhilfe wären dort eindeutige Straßenmarkierungen und Beschilderungen, so die Ortsunions-Mitglieder.

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