Atmosphäre lockt ins Weihnachtswäldchen
Bild: Kleinemeier
Am Stand von Regina Horstkötter im „Warendorfer Weihnachtswäldchen“ können Besucher ihre Kerzen selbst ziehen. Bereits seit acht Jahren freut sie sich über die vielen Kinder, die ihren Stand aufsuchen.
Bild: Kleinemeier

Mit der Eröffnung des weit über die Grenzen Warendorfs hinaus beliebten Weihnachtswäldchens ist die Adventszeit endgültig eingeläutet. Die Aussteller locken ihre Besucher mit viel Selbstgebasteltem sowie mit einer großen Auswahl an weihnachtlichen Leckereien an ihre Stände.

Kerzenziehen bei Kindern beliebt

Am Wachshexenstand können die Besucher selbst aktiv werden und ihre Kerzen eigenhändig ziehen. Besonders bei Kindern ist dieser Stand sehr beliebt. „In Warendorf bin ich jedes Jahr sehr zufrieden, da hier immer viele Kinder kommen. So macht die Arbeit besonders viel Spaß“, berichtet Betreiberin Regina Horstkötter aus Sendenhorst. Sie hat ihren Stand auf dem „Weihnachtswäldchen bereits seit acht Jahren und freut sich jedes Mal aufs Neue darauf: „Als ich das erste Mal hier war, war alles verschneit, das war eine unglaubliche Atmosphäre. Da hat einfach alles gepasst.“ Allein deswegen lohne es sich für sie jedes Jahr wieder, ihre Kerzen auf dem Stand anzubieten.

Auch Barbara Hiegemann, die ihre handgefertigten Produkte aus Holz seit drei Jahren auf dem Markt anbietet, ist bisher sehr zufrieden. „In den ersten Tagen haben schon sehr viele Leute den Weihnachtsmarkt besucht.“ Besonders gefällt ihr in Warendorf die überschaubare Größe des Weihnachtsmarkts. „Die Stimmung hier ist eher gemütlich, dadurch sind auch die Leute weniger hektisch.“ Sie berichtet, dass viele Menschen extra aus Münster herkommen würden, um dem hektischeren Adventstrubel  dort zu entfliehen.

Premiere für den CVJM

Zum ersten Mal hat in diesem Jahr der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM)  Warendorf einen Stand. Der Verein, der in diesem Jahr seinen 175. Geburtstag feierte, hat seit 2005 auch einen Ortsverein in Warendorf. Sechs Frauen aus den Warendorfer Kirchengemeinden wollen mit den Menschen über Weihnachten ins Gespräch kommen und zeigen, dass Weihnachten auch ein Fest der Nächstenliebe ist.

Sie informieren über zwei Projekte, die Frauen in Ghana und Rumänien unterstützen. Im rumänischen Probstdorf, wo die Menschen von kleiner, traditioneller Landwirtschaft leben, bekommen die Frauen die Möglichkeit, an einem „Puschen-Projekt“ teilzunehmen. Bei einem Filz-Kursus haben die Frauen viel gelernt, hatten dabei viel Spaß und bekamen einen Anteil der Einnahmen.

An ihrem Stand verkaufen die Frauen selbst gebastelte Produkte und informieren über die Arbeit des Vereins. Auch Spenden nimmt der CVJM gerne entgegen. „Alle Einnahmen fließen direkt in die Projekte“, berichtet Leonore Berger.

Suchspiel in Verbindung mit Kaufleuten

Beim Suchspiel im „Warendorfer Weihnachtswäldchen“ können Kinder auch in diesem Jahr ihre Entdecker-Fähigkeiten unter Beweis stellen. Im WWW sind zwölf Suchspielkästchen aufgestellt, in denen Bilder der Klasse 3a der Laurentiusschule aushängen. Die Bilder stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Weihnachten im Wandel der Zeit“. Zu verschiedenen Weihnachtsmotiven und Geschenkideen haben sich die Schüler überlegt, welche Bedeutung diese für ihre Großeltern hatten und wie sich ihr Stellenwert in der heutigen Zeit verändert hat.

Über die Stadt verteilt lassen sich die gemalten Gegenstände plastisch in Schaufenstern wiederfinden. Wer einen Gegenstand entdeckt hat, kann ihn im Flyer zu dem dazugehörigen Geschäft eintragen. In den Schaukästen im Weihnachtswäldchen ist den Gegenständen ein Buchstabe zugeordnet. In der richtigen Reihenfolge ergibt sich daraus ein Lösungswort.

Aus den in den Briefkasten am Rathaus eingeworfenen Flyern wird abschließend ein Gewinner ermittelt. Es gibt Wertgutscheine von Geschäften, die die Idee unterstützen, zu gewinnen. Die Aktion erfreut sich bereits seit mehreren Jahren eines regen Zulaufs, berichtet Vera Schemann von der Stadt Warendorf.

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