„Augenblick 2014“ ist „Beige“ 
Bild: Baumjohann
Mit kleinen Klebepunkten wählten die Kinobesucher im Theater am Wall am Wochenende Warendorfs Kurzfilm des Jahres.
Bild: Baumjohann

Zusammen mit insgesamt neun weiteren Kurzfilmen war „Beige“ am Samstag zu sehen. Bereits zum 16. Mal hatten sich das Haus der Familie, das Theater am Wall und das Kulturbüro der Stadt zusammengetan, um die zehn vom Sekretariat der deutschen Bischofskonferenz ausgewählten Filme in die Emsstadt zu holen.

„Die Filme nehmen die Besucher mit in eine Achterbahn der Gefühle“, sagt Katharina Fröhle. Die pädagogische Mitarbeiterin des Hauses der Familie ist überzeugt, dass auch die Kurzfilme der „Augenblicke 2014“ richtig unter die Haut gehen, erheiternde Momente bieten und zur Nachdenklichkeit anregen. Genau das, so Fröhle, sei auch Grund für die deutsche Bischofskonferenz, Jahr für Jahr eine Auswahl an Kurzfilmen in den „Augenblicken“ zu präsentieren: „Man kann die Beiträge mit Gleichnissen vergleichen und sie als Predigt verstehen. Sie greifen Lebensfragen auf und hinterfragen.“

Vornehmlich Nachwuchskünstler hatten die zehn Filme der „Augenblicke 2014“ gedreht: „Es ist eine Chance, auch einmal auf der großen Leinwand gezeigt zu werden“, sagt Katharina Fröhle. Die Chance zur Bewertung nutzten am Samstag zahlreiche Besucher im Theater am Wall. Mit drei kleinen Klebepunkten konnten sie ihre Stimmen abgeben und die zehn Filmer beurteilen.

Am Ende hatte „Beige“ die Nase vorn – ein Film, der auf humorvolle Art den scheinbar vorhandenen ungeschriebenen Dresscode aller „Best Ager“ beleichtet. „Warum nur kleiden sich alle Rentner unweigerlich in Beige?“, fragt Sylvie Hohlbaum in ihrem 14 Minuten langen Streifen, der schon mehrere erste Preise auf Filmfesten gewinnen konnte. Und auch „Bon Voyage“ von Fabian Friedli, Platz zwei der Warendorfer Wertung, war schon zuvor ausgezeichnet worden – unter anderem mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis.

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