Aus Elektroladen wird Kochevent-Küche
Foto: Wild
Abrissarbeiten und die Vorbereitungen für den Neubau von zwei Wohnhäusern bestimmen zurzeit das Bild auf dem ehemaligen Goldmann-Gelände am Freckenhorster Tor in Warendorf. 
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Pelkes hatten zum 1. Januar 2020 den ebenso traditionsreichen Familienbetrieb Elektro Goldmann übernommen, der seitdem Pelke-Goldmann heißt. Wie berichtet, hatten Heinz und Gudrun Goldmann sich entschieden, nach fast 75-jähriger Firmengeschichte den Elektrofachbetrtieb samt der Immobilie Freckenhorster Straße 45, wo die Firma seit Mitte der 1960er-Jahre ihren Sitz hatte, aufzugeben und an die Branchenkollegen aus Westkirchen zu verkaufen.

Wechsel in Geschäftsphilosophie

Und die haben nun mit der Immobilie einiges vor, nachdem sie erkannt haben, dass das Elektrofachgeschäft, zu dem auch eine Werkstatt gehörte, mit einer Änderung der Geschäftsphilosophie fit gemacht werden muss für die Zukunft. So planen Oliver und Tobias Pelke, das Geschäftslokal im Erdgeschoss komplett umzubauen und aus dem Laden einen „Showroom“ zu machen. Dort soll eine hochmoderne Küche für Einladungs-Kochevents eingebaut werden. Zudem soll in einer „Musterwohnung“ praktisch gezeigt werden, was „Smart Home“ ist und welche Vorteile die digitale Steuerung der Elektroinstallation hat.

Mit dem Um- und Neubau an der Freckenhorster Straße wird sich künftig auch das Verkaufssortiment bei Pelke-Goldmann in Warendorf ändern: „Wir werden keine Elektrokleingeräte mehr verkaufen, sondern uns auf Großgeräte spezialisieren“, verrät Oliver Pelke im „Glocke“-Gespräch. Das klassische Sortiment der Elektroinstallation wird es dort nicht mehr zu kaufen geben. Längst werden diese Dinge zentral am Standort Westkirchen verkauft, wo auch die Servicewerkstatt ist.

Kundendienst läuft weiter

Das Geschäftslokal in Warendorf ist zurzeit geschlossen, es wird nach Plänen des Innenausstatters Alexander Polomka zum „Showroom“ umgestaltet. Die Wiedereröffnung peilen Pelkes für Anfang 2022 an. Der gesamte Kundendienst laufe während der Umbauphase aber ohne Einschränkung weiter, versichert Pelke, der auch die beiden Wohnungen (77 und 120 Quadratmeter) über dem Ladenlokal im Altbau komplett erneuern will. 

Dort, wo früher Goldmanns Werkstatt war, und auf dem Hof dahinter sollen zwei Neubauten entstehen. Die zweieinhalbgeschossigen Baukörper, entworfen vom Architekturbüro Spiekermann (Beelen), sollen zusammen zehn barrierefreie (Aufzug) und seniorengerechte Wohnungen in den Größen von 55 bis 120 Quadratmetern Wohnfläche beherbergen.

„Smart Home“ in allen Wohnungen

Der Technik-Clou passt zu den Bauherren: Alle Wohnungen erhalten „Smart Home“-Ausstattung, und es gibt auch eine Ladestation für Elektroautos vor der Tür. Mit dem Baubeginn rechnen Pelkes Anfang Juli, und nach einem Jahr Bauzeit sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

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