Ausstellung drei Wochen nach Eröffnung eröffnet
Bild: Poschmann
Haben am Sonntag die Ausstellung „Im Rausch der Zeichen“ eröffnet: (v. l.) Künstlerin Doris Junker, Marlies Becker-Hoffmann, Horst Breuer und Dr. Bennie Priddy.
Bild: Poschmann

Am Sonntag hat der Kreiskunstverein Beckum-Warendorf die bereits seit drei Wochen öffentlich zugängliche Ausstellung „Im Rausch der Zeichen“ der Berliner Künstlerin Doris Junker offiziell eröffnet.

 Ursprünglich sollte die Ausstellung am 9. Februar eröffnet werden, die Veranstaltung wurde allerdings wegen des Orkantiefs „Sabine“ verschoben. Die Exposition wird am 15. März mit einer Finissage zwischen 14 und 17 Uhr beendet. In Doris Junkers Arbeiten spiegeln sich kraftvolle malerische Formulierungen der Abstraktionen wider, werden das Feuer und die Leidenschaft, ja die Obsession der Künstlerin zutage gefördert. Zeichenhafte Kompositionen mit leichten, transparenten, dann wieder kraftvollen Farbschichten, introspektive Momente und Variationen von Mikrostrukturen laden den Betrachter ein, „im Rausch der Zeichen“ Kunst sprichwörtlich zu erleben.

Als Mitglied des Kreiskunstvereins beteiligt sich die gebürtige Neubeckumerin Doris Junker – trotz der räumlichen Entfernung – regelmäßig an Ausstellungen in der Region. Nach der Begrüßung durch Kulturamtsleiter Horst Breuer und Marlies Becker-Hoffmann, Geschäftsführerin des Kreiskunstvereins, führte Dr. Bennie Priddy, zweiter Vorsitzender des Kreiskunstvereins und ehemaliger Museumsleiter der Abtei Liesborn, in das Werk der Künstlerin ein. „Es ist leicht, über schöne Kunst zu reden“, sagte Priddy vorab im Gespräch mit der „Glocke“. In den abstrakten, pulsierende Bilder Junkers scheine der Raum fast aufgelöst zu sein, Farbe und Form definierten ihre eigene Ortung: „Manchmal in zarter Lasur und dann wieder pastos auf die Leinwand aufgetragen, ist die Malgestik in der Pinselführung erkennbar.“

Auf zwei Werke – „Aufwind“ und „Innere Kontinente“ – ging Dr. Bennie Priddy im Besonderen ein. Kräftige Farben mit Weiß in den Formen, die in einem Tumult über die Leinwand wirbelten, stünden im Kontrast zu den stabilen und von kühlem Blau geprägten „Inneren Kontinenten“. Neben abstrakten Gemälden zeigt die Berliner Künstlerin Collagen aus Schriftzügen. Tagebucheinträge hat Doris Junker hierzu auf Leinwand geklebt und mehrfach durch Schriftzüge überarbeitet. Ein Text kann hier - bis auf einige Fragmente – jedoch vom Betrachter nicht abgelesen werden.

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