Ausstellung zeigt Bilder der Hoffnung
Bild: Baumjohann
Die Ausstellung eröffneten (v. l.) LVHS-Leiter Michael Gennert und Martina Abel, Koordinatorin des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes.
Bild: Baumjohann

Ein Satz, der irritieren kann. Stammen die Bilder der Ausstellung, die am Mittwoch in der LVHS-Galerie eröffnet wurde, nicht aus der Arbeit des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Hamm / Kreis Warendorf? Und sind sie nicht gemalt worden von Menschen, in deren Familien Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden Erkrankung leben oder die selbst davon betroffen sind?

Beides stimmt. Und dennoch zeigen die Bilder der Ausstellung viel Hoffnung und geben Zeugnis davon, was das „Leben in dem Moment“ und das „Leben mit einem Stück Hoffnung“ ausmacht, von dem Koordinatorin Martina Abel bei der Ausstellungseröffnung sprach. „Wenn wir einem Menschen die Hoffnung nehmen, bleibt ihm nur noch die Angst“, zitierte sie den amerikanischen Autor und Trauerexperten David Kessler. Die Hoffnung der Familien verändere sich mit dem Fortschreiten der Krankheit, weiß Martina Abel. „Wir begleiten und gehen jede Hoffnung mit.“

Möglich sei das nur dank engagierter ehrenamtlicher Mitarbeiter, die die betroffenen Familien regelmäßig im häuslichen Umfeld begleiten und entlasten.

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst für Hamm und den Kreis Warendorf wurde 2011 eröffnet. „Wir sind Anlaufstelle für Familien mit Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit einer lebensverkürzenden Erkrankung und unterstützen und begleiten die Kinder sowie ihre Eltern und Geschwister. Die Begleitung ist kostenlos“, machte Martina Abel deutlich. Zu den Angeboten gehören beispielsweise die Geschwistergruppe, Familiennachmittage und Sommerfeste – alles Anlässe, bei denen über die Jahre Bilder der nun eröffneten Ausstellung „Blick ins Ungewisse“ entstanden sind.

Eine Ausstellung, die LVHS-Direktor Michael Gennert in seiner Einführungsrede als „Schatz“ bezeichnete: „Die Kraft, die in jedem einzelnen Bild steckt, ist zu spüren.“

Neben Spenden ist der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst vor allem auch auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen. „Wer sich für die Arbeit interessiert, darf sich gern melden“, lud Martina Abel ein. Noch im Februar werde in Freckenhorst ein neuer Qualifizierungskursus für Ehrenamtliche beginnen, blickt sie voraus.

Die Ausstellung „Blick ins Ungewisse“ ist noch bis zum 27. März in der Landvolkshochschule Freckenhorst zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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