B64n: Planer reduzieren Querschnitt
Foto: Straßen NRW
Westlich und östlich des Abschnitts zwischen Freckenhorster Straße (L547) und Ostumgehung (B475) soll der Ausbaustandard der B64n (Südumgehung Warendorf) nach den neuen Plänen von Straßen NRW reduziert werden.
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Grund sind offenbar die jetzt vorliegenden Daten einer aktuellen Verkehrszählung. Diese vom Landesbetrieb Straßenbau in Auftrag gegebene Untersuchung stellt für den westlichen und den östlichen Abschnitt der B 64 für Warendorf fest, dass das Verkehrsaufkommen geringer ist als zunächst prognostiziert. „Deshalb wird in diesen beiden Abschnitten der Ausbau bedarfsgerecht angepasst und kein durchgehender, dritter Fahrstreifen gebaut“, teilt Straßen NRW in einer Presseerklärung mit.

Das heiße konkret: Die B64n würde in diesem Abschnitt rund um den Süden Warendorfs Abschnitt zweispurig gebaut „mit dreispurigen Bereichen für sicheres Überholen“, erläutert Pressesprecherin Sandra-Maria Beermann.

Reduzierung nur in Warendorf

Das ist eine Nachricht, auf die Kritiker des bislang geplanten Ausbaustandards seit langem gewartet haben. Andererseits hält Straßen NRW an den sonstigen Vorgaben für die „4zu1-Ostmünsterland-Verbindung“, den Ausbau von B 51 und B 64 zwischen Münster und Rheda-Wiedenbrück, grundsätzlich fest: „Auf anderen Teilstücken gibt es keine Änderungen der Bedarfe, die zu einer Planänderung führen würden.“

Grundsätzlich bleibe es das Ziel, durch den Ausbau der überregionalen Verbindung zwischen Münster und Bielefeld „weniger Lkw- und Pkw-Verkehr in den Orten, dafür mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität“ zu schaffen. Das sei der Sinn von Ortsumgehungen. Dabei gelte immer: „Es wird bedarfsgerecht gebaut“, heißt es in der Presseerklärung. Der Umfang des Projekts richte sich stets „nach den Notwendigkeiten jeweils aktueller Verkehrsprognosen“. Der Planungsablauf sehe zwingend vor, dass der Bedarf regelmäßig überprüft und der Umfang der Planung gegebenenfalls angepasst wird.

“4zu1 weiterhin sinnvoll ud notwendig“

Der Bund hatte den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen mit dem Bau der Ost-Münsterland-Verbindung, dem vierspurigen Ausbau des B 51 zwischen Handorf und Telgte sowie den B 64-Ortsumgehungen für Warendorf, Beelen und Herzebrock-Clarholz, beauftragt. Die aktuelle Verkehrsuntersuchung habe ergeben, dass der Bau der Ortsumgehungen in den drei genannten Orten sowie der Ausbau der B 51 zwischen Münster und Telgte „sinnvoll und notwendig ist“. Demnach „hat der Lkw-Durchgangsverkehr zugenommen und wird auch weiter zunehmen“. Gleiches gelte für den Pkw-Verkehr auf der B 51 / B 64, heißt es.

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