BVW will Flächen an B64n-Route kaufen
Foto: Straßen NRW
Damit Flächen an der geplanten Trasse der B64n weiter landwirtschaftlich genutzt und nicht für den Straßenbau verwendet werden können, will die BVW sie zu Höchstprisen aufkaufen.
Foto: Straßen NRW

Darin wurde angeboten, alle Flächen und Höfe entlang der B64-Planung zu Höchstpreisen aufzukaufen. Doch witzig oder ironisch war das Inserat keineswegs gemeint, wie Bernhard Kremann von der Bürgerinitiative auf „Glocke“-Anfrage versichert. 

„Wir wollen verhindern, dass unsere kostbaren landwirtschaftlichen Flächen in die Hände von Straßen.NRW gelangen und für einen ungebremsten Straßenbau vernichtet werden“, erklärt er. Die Agrarstrukturelle Analyse habe deutlich dargelegt, dass ein weiterer Flächenverlust durch die B 64n negative Folgen für die Landwirtschaft haben werde. Um dies unter allen Umständen zu verhindern, biete die BVW ihren Mitgliedern aus der Landwirtschaft an, Flächen, die zu kaufen sind, an andere Mitglieder zu vermitteln oder selbst zu kaufen. „Uns ist nur wichtig, dass diese Flächen nicht in die Hände von Straßen.NRW fallen“, betont Kremann. 

Denn deren Ziel sei einzig der Straßenneubau, und der werde bis zu 1000 Hektar landwirtschaftliche Betriebsfläche vernichten. Zudem wolle Straßen.NRW für die Flächen nur den Preis zahlen, den der Gutachterausschuss des Kreises Warendorf für landwirtschaftliche Flächen vorgebe – und der liege deutlich unter den marktüblichen Preisen. Deshalb sei es besser, an die BVW und die Landwirte zu verkaufen, die für ihre Existenz auf diese letzten Flächen angewiesen seien, als an Straßen.NRW, erläutert Kremann, der bei der Aktion auch auf die tatkräftige Unterstützung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands und der Landwirtschaftskammer setzt.

SOCIAL BOOKMARKS