Belegungsplan fürs Hallenbad ist fertig
Bild: Glocke-Archiv
Der Belegungsplan fürs Hallenbad ist fertig und tritt ab 5. Februar in Kraft. Es war nicht einfach und auch nicht möglich, nach der Schließung des Lehrschwimmbads Freckenhorst alle Nutzergruppen wie bisher zu berücksichtigen.
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Nach der Entscheidung zur Schließung des Lehrschwimmbads in Freckenhorst hatte die Belegung des Hallenbads durch Schulunterricht und Schwimmausbildung und -training Vorrang. Auch bisheriger Nutzer des Lehrschwimmbads hätten für die Belegungspläne, die Mitarbeiter von Stadtwerke und Stadtverwaltung erarbeitet haben, Priorität. Bei der Erstellung des neuen Plans sei man nach der Priorisierung des Altenburg-Gutachtens aus dem Jahr 2016 vorgegangen, heißt es in einer Presseerklärung der Stadtwerke.

Die drei Schulen, die bislang das Lehrschwimmbad genutzt haben, seien demnach als Erste in den Plan des Hallenbades integriert worden. Dabei sei es unverzichtbar gewesen, die Zeit für das Schulschwimmen am Mittwoch bis 14.30 Uhr auszuweiten. An den Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit werde sich aber dennoch nichts ändern. Zweite Priorität hatten sämtliche Nutzergruppen, die Schwimm- und Rettungsausbildung sowie Wassergewöhnung anbieten. Auch hier sei es gelungen, alle Stunden der DRK Wasserwacht Freckenhorst in den Plan aufzunehmen.

Der Montagnachmittag, der Vereinen zur Verfügung steht, wurde dafür anders aufgeteilt, so dass es nun immer zu Doppelbelegungen des Bads kommen wird. Darüberhinaus sei es erforderlich, dienstags bis donnerstags parallel während des öffentlichen Badebetriebes eine Vereinsnutzung einzuführen. In der Zeit von 18 und 21 Uhr werden künftig zwei Bahnen für diese Nutzergruppen abgetrennt. Der Freitag sowie das Wochenende stünden voll und ganz der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Aqua-Fitnesskurse an dritter Stelle

Auch bei der weiteren Belegungsplanung für das Hallenbad haben sich die Strategen von Stadt und Stadtwerken am Altenburg-Gutachten orientiert. Demnach stehen an dritter Stelle die Aquafitness-Kurse, für die das Zeitfenster donnerstags von 19 bis 21 Uhr zur Verfügung steht. Diese Zeit wurde an den langjährigen Partner der Stadtwerke, das Studio „Aktiv & Gesund“ vergeben. Für die kommende Saison ab Herbst 2018 werde noch ein neues Konzept für die Aquafitnesskurse ausgearbeitet, um die große Nachfrage bedienen zu können, teilen die Stadtwerke mit.

„Selbstverständlich ist der Wegfall eines Bads nicht ohne Einschränkungen für die Badnutzer zu kompensieren“, sagte Urs Reitis, Geschäftsführer der Stadtwerke. So sei es zum Beispiel aus organisatorischen Gründen nicht gelungen, das Frauenschwimmen im Hallenbad weiter anbieten zu können. Mit allen Nutzergruppen sei vereinbart worden, dass die Zeit bis zur Schließung des Hallenbads (Anfang/Mitte Mai) als Testphase anzusehen sei um dann gegebenenfalls Anpassungen für den Belegungsplan ab Herbst 2018 vorzunehmen. „Nur durch das Feedback jedes Einzelnen können wir besser werden“, so Reitis. Dabei sei den Stadtwerken auch die Meinung der öffentlichen Badnutzer sehr wichtig.

Aus diesem Grund wurde nun ein „Feedbackkasten“ im Hallenbad installiert, der allen Hallenbadbesuchern zukünftig die Möglichkeit geben soll, sowohl positive Meinungsäußerungen als auch Optimierungsbedarf an die Stadtwerke weiterzugeben.

SPD fordert Tempo beim Bäderkonzept

Derweil drückt die SPD-Ratsfraktion  aufs Tempo: Bürgermeister Axel Linke solle „möglichst zeitnah eine Entscheidung des Rates zur Erstellung eines Bäderkonzepts herbeiführen, damit spätestens im September Ergebnisse vorliegen, deren Diskussionen in die Haushaltsplanberatungen für das Jahr 2019 einfließen“. Das hat die Fraktion jetzt in einem Antrag gefordert.

„Mit Sorge“ sei zu beobachten, dass es nach Schließung des Lehrschwimmbads Freckenhorst „zu einer deutlichen Verschlechterung der Bädernutzung gekommen ist“. Daher sei es erforderlich, schnellstmöglich Planungssicherheit zu bekommen, wie es in der Bäderlandschaft weitergehe.

Zur Erinnerung: Der Rat hatte mehrheitlich parallel zur Schließung des LSB der Erstellung eines Bäderkonzepts zugestimmt, ohne dass bislang Mittel hierfür im Haushalt 2018 oder in den Folgejahren vorgesehen sind. Die SPD-Fraktion hatte sich nicht durchsetzen können mit ihrem Vorschlag, das Lehrschwimmbad „als flankierende Maßnahme“ solange offenzuhalten, bis aus dem Bäderkonzept eine Alternative entstanden ist.

Fraktionssprecherin Andrea Kleene-Erke: „Diese Entscheidung, so zeigt sich schon jetzt, ist mit erheblichen negativen Folgen für Vereine und Nutzer des Lehrschwimmbads, aber auch des Hallenbads verbunden. Um den aktuellen unbefriedigenden Zustand zeitnah zu beenden, ist es nun geboten, zu handeln.

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