Beton-Chic der 70er-Jahre ist passé
Bild: von Stockum
Während C&A mit der Eröffnung noch etwas Zeit hat – geplant ist Mitte bis Ende April – ist Fascies einige Schritte weiter. Dort ist es am 21. März soweit.
Bild: von Stockum

 Bereits in der kommenden Woche will das Unternehmen Fascies, Eigentümer der Immobilie, seine innerstädtische Schuhpark-Filiale in unmittelbarer Nachbarschaft neu eröffnen. Unter Hochdruck sind Fachleute damit beschäftigt, die Inneneinrichtung fertigzustellen. Gleichzeitig wird draußen die Fassade formvollendet. Spätestens am Wochenende soll das Gerüst verschwinden und den Blick freigeben auf das neue Erscheinungsbild des Gebäudes.

Architekt Heinz Unzen aus Mönchengladbach und sein Kollege Theo Altefrohne aus Warendorf, in dessen Händen die Gesamtleitung des Projekts liegt, können zufrieden sein: Nichts erinnert mehr an die unzeitgemäße Optik des Hauses, das sich so überhaupt nicht in die Nachbarschaft einfügen wollte. Jetzt bestimmen unter anderem eine helle Fassade, ein weiter nach vorn verlagerter Eingangsbereich und große Fensterfronten das Bild. Dazu wurden die alten Betonplatten entfernt und durch einen verputzten Vollwärmeschutz ersetzt.

Zwischen 40 und 50 Handwerker sind seit Anfang Januar, als die Umbauarbeiten begannen, in dem Gebäude an der Münsterstraße im Einsatz. In dem Haus, das sich die Firmen Schuhpark und C&A teilen werden, sind unter anderem die Haustechnik, Elektrik, Sanitäranlagen, Heizung, Aufzüge und vieles mehr erneuert worden. Außerdem hat die Textilkette Rolltreppen einbauen lassen. Während C&A mit der Eröffnung noch etwas Zeit hat – geplant ist Mitte bis Ende April – ist Fascies einige Schritte weiter. Dort ist es am 21. März soweit.

„Die Beteiligten haben das Unmögliche möglich gemacht“, ist Architekt Unzen begeistert. Die schnelle Umsetzung sei sicherlich auch in der guten Planung, Organisation, der frühen Auftragsvergabe und dem direkten Draht zwischen den Gewerken begründet. Zuletzt hatten einzelne Handwerker aber noch arg mit den frostigen Temperaturen zu kämpfen. Der schmale Raum zwischen Fassade und Gerüstplane wurde von dicken Heizschläuchen durchzogen, die warme Luft zwischen die Ebenen bliesen, damit Putz und Farbe verarbeitet werden konnten. „Nur so kann man arbeiten“, lässt sich Architekt Altefrohne vom Wetter nicht beeindrucken.

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