Bever bekommt neues ökologisches Bett
Bild: Kleigrewe
Zum offiziellen ersten Spatenstich waren Vertreter aller an der Renaturierungsmaßnahme an der Bever Beteiligten nach Vinnenberg gekommen.
Bild: Kleigrewe

„Mit dieser Maßnahme wollen wir die Durchgängigkeit und die ökologische Verbesserung der Bever erreichen“, fasste Moritz Hillebrand vom Wasser- und Bodenverband Warendorf-Nord kurz die Zielsetzung der umfangreichen Bauarbeiten zusammen, die jetzt in Vinnenberg begonnen haben.

Um die Fließgeschwindigkeit der Bever zu verringern und sie für kleine Tiere durchgängig zu machen, wird der Fluss sein altes Bett verlassen und in Schlangenlinien über eine Wiesenfläche geführt, ehe er wieder in den Altlauf zurückfließt. Die alte Trasse der Bever bleibt bestehen, um bei Hochwassersituationen Entlastung zu bieten. „So entsteht hier auf einer Fläche von 1,5 Hektar eine Aue, und das ist eigentlich das Wertvollste, was ein Gewässer zu bieten hat“, freut sich Moritz Hillebrand auf ein kleines ökologisches Paradies, in dem zahlreiche Tiere und Pflanzen eine neue Heimat finden werden. Daran angeschlossen werden auch zwei schon vorhandene Teiche und der Mühlenkolk an der Vinnenberger Mühle.

Die gehört – wie auch das Gelände, auf dem die Renaturierung stattfindet – der Familie Fischer-Danwerth. „Wir sind dankbar, dass uns die Eigentümer ihr Land dafür zur Verfügung gestellt haben“, erklärte Landrat Dr. Olaf Gericke. „Durch diese Maßnahme wird Vinnenberg noch schöner“, betonte er und wies darauf hin, dass schon jetzt viele Ausflügler gern dort Station machen.

Wie der Landrat lobten auch Warendorfs Bürgermeister Axel Linke und Hermann-Josef Schulze Zumloh, der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbands, die gute Zusammenarbeit bei der Planung und Durchführung des beispielhaften Renaturierungsprojekts.

Auftraggeber ist der Wasser- und Bodenverband Warendorf-Nord. Die geschätzten Kosten in Höhe von 350 000 Euro übernimmt zu 80 Prozent das Land Nordrhein-Westfalen, die restlichen 20 Prozent teilen sich der Kreis Warendorf und die Stadt Warendorf. Sechs bis acht Wochen wird es dauern, bis die umfangreichen Erdarbeiten abgeschlossen sind. Danach stehen Feinarbeiten an, und dann kann die Bever in ihrem neuen, ökologischen Bett durch Vinnenberg fließen.

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