Brettspieler erreichen fünften Platz
Den fünften Platz bei der Europameisterschaft erreichten (v. l.) Stefan Molz, Ilja Mett, Robert Oestreich und Michael Entrup.

Von den 35 angemeldeten Mannschaften nahmen an der Europameisterschaft auf der Essener Messe „Spiel“ letztendlich 29 Teams teil. Die Platzierung unter den ersten fünf erklärt sich Molz unter anderem durch die überraschende Abwesenheit der US-amerikanischen Mannschaften. „Wenn der Anfahrtweg zu weit ist oder Teammitglieder krank werden, nehmen schon angemeldete Mannschaften nicht mehr am Wettbewerb teil. Das kommt immer wieder vor“, sagt Molz. Dabei wären vor allem die USA ein starker Gegner für die deutsche Mannschaft gewesen.

„Der Wettbewerb war trotzdem extrem hart und besonders unter den ersten Plätzen super knapp. Unser Team hat sich um zwei Plätze verbessert“, sagt er. Die vier Mannschaften aus Deutschland belegten alle jeweils einen der ersten acht Plätze.

Der Sieger der Meisterschaft wurde die Mannschaft „Brettspielteam Hamburg“. Den zweiten und dritten Platz belegten mit nur einem Punkt Differenz ein finnisches und ein tschechisches Team. Den vierten Platz machte „Das Team mit dem Paukenschlag“, ebenfalls aus Deutschland. Das Team aus Münster und ein Team aus Tschechien erreichten jeweils 57 Punkte. „Bei einem Gleichstand zählt, wer bei den jeweiligen Spielen die bessere Platzierung erreicht hat“, erklärt Stefan Molz. So wurde sein Team schließlich Fünfter, das tschechische Team belegte den sechsten Platz. Solch knappe Entscheidungen seien bei Brettspielmeisterschaften nicht außergewöhnlich, sagt Molz.

Deutsche Mannschaften sind schon dafür bekannt, auf Europameisterschaften die besten Plätze zu belegen und den Wettbewerb auch am häufigsten zu gewinnen. „Die Mannschaften aus den anderen Ländern fluchen jedes Mal, wenn sie gegen eine deutsche Mannschaft spielen müssen“, sagt Molz und lacht.

Statt eines Pokals hat es für den ersten Platz als Preis elf Spiele gegeben. Stefan Molz, Ilja Mett, Robert Oestreich und Michael Entrup verdienten sich mit ihrem Platz fünf Spiele, darunter „Fresh Fish“, „Mangrovia“ und „Havanna“.

Vor allem Teammitglied Robert Oestreich hatte Grund zur Freude: Er konnte als einziger Spieler alle Spiele für sich entscheiden und erhielt somit den Preis für den besten Einzelspieler der Europameisterschaft.

SOCIAL BOOKMARKS