Briefes des Mannes in Buch verewigt
Bild: Stempfle
Sichtlich gerührt war die 101-Jährige Warendorferin Maria Friederichs, als ihr das im Schnell-Verlag erschienene Buch überreicht wurde. Darin sind die Briefe ihres Mannes, des Künstlers Heinrich Friederichs zusammengefasst.
Bild: Stempfle

 Der Warendorfer Schnell-Verlag hat diese Dokumente zusammen mit Zeichnungen des Künstlers anlässlich des 101. Geburtstages von Maria Friederichs unter dem Titel „Die verlorene Generation – Ein Künstlerschicksal im Dritten Reich“ herausgebracht.

Dafür hatten die rund 620 handschriftlichen Briefe des Warendorfer Bildhauers erst einmal geordnet und transkribiert werden müssen. An diese Aufgabe hat sich vor mehr als zehn Jahren Hubert Huppertz gemacht, ein enger Freund der Familie. Eigentlich waren die Dokumente lediglich für die Familie und Nachkommen gedacht, doch nach einigen Jahren keimte die Idee, ein Buch daraus zu machen. Mit einer Auswahl von 55 Dokumenten ist dieses nun erschienen.

 „Die Briefe sind fast tagebuchartig verfasst und zeigen das enge Verhältnis eines treuen Mannes zu seiner geliebten Frau in der verworrenen Zeit des Zweiten Weltkriegs“, fasst Hubert Huppertz zusammen. Als Schatz der Familie habe Maria Friederichs einmal die Briefe bezeichnet, sie spiegelten das Bild ihres Mannes wider.

Doch es handelt sich nur um die Gedanken und Bericht des im Jahr 1944 gefallenen Heinrich Friederichs – die Antwortbriefe seiner Frau Maria sind unwiederbringlich in den Kriegswirren verloren gegangen.

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