Brückenbau ohne Nägel, Seile oder Kleber
Bild: Tenbrock
Das Team sechs aus der Jahrgangsstufe 7/8 und das Team 13 aus der Jahrgangsstufe 9/10 vom August-Wibbelt-Gymnasium haben den Wettbewerb „Bau der Leonardo-Brücke“ gewonnen.
Bild: Tenbrock

Die Schüler der Klassen sieben bis zehn wurden in 17 Teams zu jeweils sechs bis acht Schülern eingeteilt. Nur mit Hilfe eines Konstruktionsplans galt es, die Leonardo-Brücke möglichst schnell zu bauen. Hilfsmittel wie Werkzeuge, Schrauben, Nägel, Seile oder Kleber waren nicht erlaubt. Allein durch gezieltes Stecken und ineinander Verschränken der Balken entstand das Bauwerk, etwa 1,50 Meter hoch mit einer Spannweite von rund vier Metern.

Organisiert wurde der Wettbewerb von der Ingenieurkammer –Bau NRW. „Nachwuchsförderung muss schon in der Schule beginnen“, betonte Dr. Heinrich Bökamp, Präsident der Kammer. „Wir wollen den Jugendlichen einen Eindruck von den Herausforderungen und der Faszination des Bauingenieurberufs vermitteln.“ Entscheidend sei, Begeisterung bei den Schülern zu wecken.

Das gelingt Dr. Bökamp zufolge am Besten, wenn die Jugendlichen praktische Erfahrungen machen können. Er wies darauf hin, dass in Deutschland bis zu 50 000 Ingenieure fehlten. Dafür verantwortlich machte er unter anderem auch die Abschaffung des Diplom-Studiengangs und die Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse bei Ingenieursstudiengängen. Die dadurch entstandene Unübersichtlichkeit im Studium hat sich seiner Ansicht nach negativ auf die Lust junger Leute ausgewirkt, ein Studium aufzunehmen.

In Vorrunde, Viertel- und Halbfinale wurden die schnellstens Teams der jeweiligen Jahrgangsstufen ermittelt. Im Finale haben dann die vier Besten um den Titel gekämpft. Neben Köpfchen, Schnelligkeit und Geschick war vor allem Teamgeist gefragt.

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