Bücherei-Expertin für digitale Medien
Bild: Krall
Für die Medienvielfalt in der Stadtbücherei stehen (v. l.) Leiterin Birgit Lücke, Medienpädagogin Lisa Woitschikowski und Kulturbüroleiter Horst Breuer.
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Medienpädagogin ergänzt Team

„Eine Medienpädagogin in einer Bibliothek, das klingt erstmal exotisch, ist es aber nicht“, so Büchereileiterin Birgit Lücke. In den vergangenen Jahren seien immer mehr neue Medien aufgekommen, da könne der Nutzer des Medienbestands – 30 000 Bücher und 10 000 andere Medien – schon mal den Überblick verlieren. Umso wichtiger sei deshalb die verständliche Vermittlung des Umgangs mit den Medien. So habe man sich mit Medienpädagogin Lisa Woitschikowski eine junge Mitarbeiterin ins Boot geholt, die einen ganz anderen Blickwinkel habe.

Beste Medienkenntnisse im Gepäck

Den Bachelor in Erziehungswissenschaften / Soziologie und den Master in interdisziplinären Medienwissenschaften in der Tasche, steht die 25-Jährige den Kunden mit Rat und Tat zu Seite. Sei es die Funktionsweise eines E-Books oder die Bedienung des 3D-Druckers – im Bereich der Medien kennt sie sich bestens aus.

Gemeinsam „Gamen“

Ihre erste eigene Aktion startet die Medienpädagogin am kommenden Samstag. Von 10 bis 13 Uhr sind Kinder und Jugendliche ab acht Jahren zum „Gamen“ eingeladen. VR-Brille, Playstation 4 und Nintendo Switch sind da – und Lisa Woitschikowski für die pädagogische Betreuung, denn für Lücke ist wichtig, dass die Kinder nicht einfach nur spielen, sondern über die richtige Mediennutzung gesprochen wird.

Mediales Lernen eine ihrer Prioritäten

Doch Woitschikowski beschäftigt sich nicht nur mit dem „Gaming“: Auch das E-Learning wird in Zusammenarbeit mit den Warendorfer Schulen umgesetzt. Mit Film-, Hörspiel-, und Green Screenprojekten sowie der Verwendung von medienpädagogischen Apps soll die Medienkompetenz der Kinder gefördert werden. So hat Lisa Woitschikowski kürzlich mit Laurentius-Grundschülern eine App zum Hansetag entwickelt („Die Glocke“ berichtete).

Medienkurse auch für Ältere geplant

Neben den Angeboten für Kinder soll es in Zukunft auch Aktionen für Ältere geben, um ihnen die Möglichkeiten der neuen Medien näherzubringen, und die Bibliothek als Ort der Begegnung zu stärken. Denn die Förderung der „dritten Orte“– offene Räume zur Freizeitgestaltung ohne Konsumzwang – ist laut Lücke gerade in ländlichen Regionen wichtig, um ein Ausbluten zu verhindern.

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