Bücherregal mitten in der Stadt
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In Münster gibt es bereits öffentliche Bücherregale. In Warendorf soll bald ebenfalls eins stehen.
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In vielen Orten gibt es sie bereits – im Kreis Warendorf bislang nur in Drensteinfurt. Martin Lepper möchte ein solches Regal nun auch in Warendorf etablieren und hat deshalb einen entsprechenden Antrag formuliert. Die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses haben für die Idee grünes Licht gegeben. Die Umsetzung kann in Angriff genommen werden.

Und so funktioniert das öffentliche Bücherregal: Aufgestellt wird es an einem für jedermann zugänglichen Ort – für Warendorf ist der Wilhelmsplatz (Promenade) dafür auserkoren worden. In das Regal können Bürger ihre Bücher, die sie ausgelesen haben und für die Aktion zu Verfügung stellen wollen, platzieren. Im Gegenzug dürfen sie dem Regal Bücher kostenlos entnehmen. „Ein öffentliches Bücherregal dient dem nicht-kommerziellen Austausch von Literatur. Es ist eine Einrichtung, die für jedermann frei zugänglich ist, Teilhabe ermöglicht, und fördert, die Lebensqualität vor Ort erhöht und einfach Freude bereitet“, erklärt Martin Lepper.

Sprecher aller im Rat der Stadt vertretenen Fraktionen lobten in der Sitzung der Kulturausschusses nicht nur Leppers Idee, sondern auch dessen Bereitschaft, nach Aufstellung des Bücherregals dieses als Hauptpate zu pflegen und zu warten. Man wolle schließlich vermeiden, so Kulturamtsleiter Horst Breuer, dass das Regal dafür benutzt werde, um Wohnungsauflösungen abzuwickeln. „Gemeinsam mit zwei weiteren Paten werde ich mich ehrenamtlich um die Instandhaltung und Beachtung der Qualität sowie Quantität der Bücher kümmern“, verspricht Lepper. Selbst die Anschaffungskosten will der Warendorfer übernehmen beziehungsweise Sponsoren suchen.

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