Bürger wollen beim Bürgerhof mitreden
Bild: Stock
Die Vorsitzende des Heimatvereins, Mechthild Wolff (l.), begrüßte am Samstagmorgen ein sehr gemischtes Publikum. Sie alle eint das Interesse an der Entwicklung im Bereich Bürgerhof.
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Mechtild Wolff, die Vorsitzende des Heimatvereins, hatte zu der Versammlung eingeladen. Zunächst erläuterte sie die Geschichte des einstmals stolzen Gebäudes bis zu dessen „Niedergang als Spekulationsobjekt“. Mit dem gerichtlichen Vergleich 2009, bei dem die Zweckbindung „Veranstaltungshalle der Stadt Warendorf“ entfiel, habe die Entwicklung ihren Tiefpunkt erreicht, so Wolff.´

Engagierte Diskussion

Die daran anschließende Diskussions- und Fragerunde beschäftigte sich intensiv mit den vielschichtigen Problemen beim Gezerre um die Zukunft des Bürgerhofs: Angefangen von der „weiteren Verschandelung der Stadteinfahrt“ über die Zulässigkeit des Fällens von 15 Bäumen bis hin zur weiteren und vor allem möglichen Nutzung der Immobilie wurden teils interessante, teils aber auch utopische Vorstellungen eingebracht. Ein Teilnehmer sah unter dem Applaus der Anwesenden in der Kundgebung gar „die größte Demonstration, die Warendorf je erlebt hat“. Ein anderer sprach von „Heuschrecken“ mit Blick auf die Verwertung der Immobilie.

Kritik an Politik

Kritik wurde an den Lokalpolitikern geübt, die sich die jeweiligen Satzungen, Verordnungen und Gesetze „stets nach Gutdünken zurechtlegen“, hieß es: Denn eigentlich seien der geplante Verkauf sowie der Neubau eines Supermarkts mit fast 1500 Quadratmetern Fläche gar nicht genehmigungsfähig.Die Baumschutzsatzung und der Bebauungsplan stünden einem solchen Unterfangen entgegen. Sollte ein Verkauf doch zustande kommen, müssten Ausnahmegenehmigungen geschaffen werden – und das ist aus Sicht einiger Protestler „nicht zulässig“, vor allem aber nicht nötig.

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