Bürgerbegehren: Erste Unterschriften
Bild: Peter Wild
Die Initiatioren des Bürgerbegehrens zur kommunalen Stromnetzübernahme in Warendorf sind (v.l.) Frank Böning, Friedhelm Röttger, Volker Cornelsen und Udo Gohl.
Bild: Peter Wild

Am Freitag waren die ersten Infotische im Stadtgebiet zu sehen, so im Bereich des Zugangs zur Wirtschaftsschau „Maiwoche“ auf dem Lohwall und am Münstertor, ausgerechnet vis-à-vis des Kundenbüros der RWE. Dem Energiegiganten soll nach Meinung der Initiatoren nicht noch einmal die Konzession für den Betrieb des Stromnetzes in Warendorf – auch nicht als Anteilseigner in einer mehrheitlich kommunalen Netzgesellschaft – erteilt werden. Auch an diesem Wochenende wollen die kritischen Bürger die Gelegenheiten nutzen, im Stadtgebiet um Unterschriften für ihr Anliegen zu werben.

Widerstand organisiert sich

Am Donnerstagabend hatte sich ein Kreis von erneut rund 40 Aktiven bei „Porten Leve“ eingefunden, um sich zu organisieren. Vor Einkaufsmärkten wollen sie sich postieren, in der Fußgängerzone, auf dem Wochenmarkt und bei größeren Publikumsveranstaltungen. Und bei der jeden Montag stattfindenden Mahnwache der Atomkraftgegner natürlich, denn „da sind wir ja sowieso alle“, hieß es bei dem Treffen. „Mindestens 2500 Unterschriften müssen wir haben“, meinte Friedhelm Röttger, einer der Initiatoren, und Kollege Volker Cornelsen ergänzte: „Wir müssen auf Nummer sicher gehen, damit uns am Ende nicht ein paar am Quorum fehlen.“ Fürs erste hat der Initiativkreis 400 Zettel, auf die jeweils zehn Bürger unterschreiben können, drucken lassen. 

Tagt Rat am 14. Juli?

Ob tatsächlich am 14. Juli das Thema auf der Tagesordnung des Rates steht, darauf wollte sich Bürgermeister Jochen Walter auf „Glocke“-Anfrage gestern noch nicht festlegen. Sollte es bis dahin ein gültiges Bürgerbegehren geben, „kann der Rat keine andersgeartete Entscheidung treffen“, machte Walter unmissverständlich klar.

SOCIAL BOOKMARKS