Bürgerbegehren nimmt die erste Hürde
Bild: von Stockum
Am Rand der Musterflächen debattierten am Donnerstag Vertreter des Bauamts, Sanierungsgegner und andere Bürger.
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Die für die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens erforderliche Anzahl von 2150 Stimmen wurde damit deutlich übertroffen. „Nicht nur die unmittelbaren Anlieger des Markts selbst, auch viele Geschäftsleute und Bürger aus dem gesamten Stadtgebiet haben vielfach ihren Unmut – teils mit sehr deutlichen Worten – zum Ausdruck gebracht, dass prinzipiell eine anderweitige Gestaltung des Marktplatzes überhaupt nicht gewollt ist“, schreibt Mitinitiator Jürgen Blumenthal in einer Pressemitteilung. Als viel bedeutsamer würden die gebotenen Sanierungs- und Reparaturmaßnahmen in anderen Bereichen der Altstadt angesehen.

„Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) sieht eben viel mehr vor, als die von der Verwaltung ohne Not in den Vordergrund gestellte Marktplatz-Umgestaltung.“ Ungeachtet der juristischen Differenzen über die Zulässigkeit des Begehrens gehe man davon aus, „dass Verwaltung und Rat nicht über den in derart großer Zahl geäußerten Bürgerwillen hinweggehen werden“, so Blumenthal weiter. Es werde Lösungen geben, die entgegen den „überdimensionierten Planungen“ der Verwaltung – sowohl in kostenmäßiger Hinsicht, aber insbesondere auch unter gestalterischen Gesichtspunkten die Erhaltung des historischen Charakters des Marktplatzes in den Vordergrund stellen.

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