Bürgerschützen stehen zur Festabsage
Foto: Wild
Nicht verzagen ist die Devise für den Vorstand des Bürgerschützenvereins Warendorf nach der Festabsage, an der der  Traditionsverein trotz möglicher Coronaschutzlockerungen festhält. 
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Auch wenn wenige Tage zuvor NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann eine weitgehende Lockerung der Corona-Auflagen verkündet hatte und einige benachbarte Schützenvereine daraufhin ihr Festprogramm ausgeweitet haben, sei der Vorstand des nunmehr 180 Jahre alten Traditionsvereins bei seiner Haltung geblieben. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, die Inzidenzwerte stiegen wieder und viele hätten noch immer nicht den kompletten Impfschutz. Zudem seien zurzeit gerade Menschen aus der Altersgruppe von 19 bis 35 Jahren von Covid-Erkrankungen betroffen – „da sehen wir uns in der Verantwortung, auch unseren jüngeren Mitgliedern gegenüber“, begründete  Präses Gerhard Leve die Absage.

Interne Treffen in den Formationen

Angesichts der von der Landesregierung angekündigten Lockerungen für Großveranstaltungen „hätten wir sicherlich kurzfristig hochfahren können, sind aber konsequent und einmütig bei unserer Entscheidung geblieben“. So wird es in der eigentlichen Festzeit vom 13. bis 16. August weitestgehend bei internen Treffen innerhalb der Formationen bleiben. Dabei soll selbstverständlich corona-konform „gefeiert“ werden. Ein Vogelschießen gibt es selbstredend nicht. Und so geht König Dr. Markus Wiedeler ins dritte Regentenjahr.

Totenehrung einzige öffentliche Aktion

Einziger öffentlicher Auftritt kleiner Delegationen aus den Formationen des Bürgerschützenvereins wird am Montag, 16. August, die Totenehrung (auch für die Corona- und Flutopfer) auf dem Marienkirchplatz sein. Wer die Gedenkrede hält, ist noch geheim. Es soll „ein namhafter Noch-nicht-Schützenbruder“ sein, wie Schützenpräses Gerd Leve  verriet.

Für die Öffentlichkeit wird das Bürgerschützenfest 2021 also keines sein. Sogar die Tombola bleibt intern. Mit der Mitgliedsnummer als Losnummer nehmen alle eingeschriebenen 840 Schützen an der Ziehung durch Königin Cilly Wiedeler teil. Es sind 46 Preise im Gesamtwert von 3300 Euro zu verteilen.

2022 soll wieder richtig gefeiert werden

Wer den Hauptpreis erhält, darf beim Schützenfest 2020 mit einer Pferdekutsche im Umzug mitfahren. Aber auch sonst will es der Verein 2022 krachen lassen. Zurzeit plant der Vorstand mit Festwirt Frank Otte ein „Frühlingsfest“ Ende April. Und zum Bürgerfest im August soll eine „populäre Band“ als „Knaller“ verpflichtet werden.

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