Bunter Zug auf dem Weg ins Jubeljahr
Bild: Kleigrewe
Wird Milte bald zum Geisterdorf? Die „Milter Mäuschen“ nahmen das Sterben des Einzelhandels aufs Korn.
Bild: Kleigrewe

Insgesamt 19 Zugnummern konnte Moderator Volker Wiemann unter dem Motto „Milter Narren, wunderbar, auf dem Weg ins Jubeljahr“ dem ebenfalls bunt verkleideten Publikum vor dem Pappnasen-Hauptquartier präsentieren. Angeführt wurde der fröhliche Zug ausnahmsweise nicht von Chef-Organisator Markus Borgmann, der diesmal als neuer Prinz Markus II., „von Lindwurm-Planung und Dresch-Erfahrung“, ganz hinten auf dem Prinzenwagen fuhr. Seine Aufgabe als Zugleiter hatte Vorgänger Olaf Korwes übernommen.

Den längsten Wagen im närrischen Lindwurm stellten einmal mehr die „Feierschweine Milte“, die auf 15,5 Metern die 70er- und 80er-Jahre fröhlich wiederauferstehen ließen. Auf ihr 25-jähriges Bestehen in diesem Jahr machte die Milter Landjugend unter dem Motto „Die KLJB im Jubeljahr mit Socken & Schachteln wunderbar“ aufmerksam, und der Schützenverein Vohren hatte auf seiner Arche Noah eine Menge exotischer Tiere mit nach Milte gebracht.

Lokale Themen hatten einige Fußgruppen aufs Korn genommen. So machten die „Milter Mäuschen“ in Gespensterkostümen deutlich, wie es demnächst aussehen könnte, wenn Milte ohne Einkaufsmöglichkeiten zum „Geisterdorf“ wird. Als Ersatz für Schlecker & Co. trugen die Damen des KC „Die Kugelhexen“ Bauchläden vor sich her, während die Mitarbeiterinnen der BHD Sozialstation als „treue Schafe“ versprachen, nicht auch noch aus Milte weggehen zu wollen. Wäre auch schade, denn dann würden sie den nächsten Rosenmontagszug verpassen und der lohnt sich sicher auch bei der 21. Auflage.

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