CDU will Landesgartenschau
Lang ist‘s her: Am 1. Februar 2011 präsentierte Warendorf den Basisplan für die Bewerbung zur Landesgartenschau 2017 im NRW-Umweltministerium in Düsseldorf: (v. l.) Baudirektor Oliver Knaup, Bürgermeister Jochen Walter, Christian Murrenhoff, Doris Kaiser und Mechtild Wolff, Minister Johannes Remmel.

„Wir sind überzeugt, dass die Ausrichtung einer Landesgartenschau die Entwicklung unserer Stadt positiv beeinflussen kann“, sagt Andrea Blacha, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Gleichwohl dürfe man gerade in Zeiten der Corona-Pandemie und drohenden Einbrüchen bei den städtischen Steuereinnahmen sowie dem anspruchsvollen Investitionspaket für die nächsten Jahre die finanziellen Risiken einer solchen Veranstaltung nicht aus dem Blick verlieren.

„Wenn bewerben, dann richtig“

 „Wenn wir uns bewerben, wollen wir es auch richtig machen und Warendorf von seiner besten Seite präsentieren“, sagt Peter Steinkamp, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses. Steinkamp erinnert an die von der gesamten Bürgerschaft und der heimischen Wirtschaft getragene Bewerbung um die Landesgartenschau 2017. Die Jury hatte 2011 aber Bad Lippspringe gegenüber Warendorf den Vorzug gegeben – „trotz einer überzeugenden Vorstellung unserer Stadt“, findet Steinkamp in der Rückschau.

Aus Sicht der heimischen Christdemokraten stehen die Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung nun „so gut wie nie zuvor“. Zum einen dürfen sich die Kommunen aus dem Gebiet des Regionalverbands Ruhr mit Blick auf die zeitliche Nähe zur „Internationalen Gartenbauausstellung Metropole Ruhr 2027“ nicht bewerben. Zum anderen werden neue Chancen für die Folgenutzung der Industriebrache Brinkhaus („Emsinsel“) und des Emsseebereichs gesehen, die schon 2011 im Bewerbungskonzept für 2017 eine zentrale Rolle gespielt hatten.

„Emsinsel“ und „Neue Ems“ als Basis

Aus Sicht der CDU haben „Rat und Verwaltung in den vergangenen Monaten mit der Verabschiedung der ,Warendorfer Position‘ Projekte zur Zukunft der Emsinsel und der Renaturierung der Ems auf den Weg gebracht, die das Gesicht der Stadt Warendorf in den nächsten Jahren grundlegend verändern werden“.

Zudem befinde sich das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept“ (Isek) in der Umsetzungsphase; es werde „die Altstadt im neuen Glanz erstrahlen lassen“, heißt es in einer Presseerklärung der CDU-Fraktion zu ihrem Antrag. „Das Zusammenspiel der verschiedenen Maßnahmen hebt uns von anderen Kommunen ab und legt den Grundstein für eine erfolgreiche Bewerbung um die Landesgartenschau“, ist Andrea Blacha zuversichtlich.

Zeitplan ambitioniert, aber machbar

Da die Bewerbungsfrist für die Landesgartenschau 2026 bereits im Herbst 2021 ende, drückt die CDU-Ratsfraktion aufs Tempo: Eine Bewerbung sei „zeitlich zwar ambitioniert, aber durchaus möglich“. Dabei baut die Union auf das bürgerschaftliche Engagement, das schon 2011 herausragend gewesen sei.

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