DRK sucht Helfer für Unterkunft
Bild: Kinder
Blick in die ehemalige Aula der Von-Ketteler-Schule: Dort werden von der Stadt und dem DRK Schlafplätze für 48 der 150 Flüchtlinge eingerichtet, die heute in die Notunterkunft am Standort Hermannstraße/Kleine Straße einziehen.
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Als Betreiber der Notunterkunft, die für die Ankunft der 150 Flüchtlinge am Freitag hergerichtet wird, hatte das DRK zum Gespräch eingeladen, um über die aktuellen Tätigkeiten zu informieren.

Dass es nicht ausreichen wird, Kenntnisse in Französisch und Englisch zu haben, ist sich Peters sicher: „Wir können davon ausgehen, dass die Flüchtlinge aus dem arabisch-sprachigen Raum kommen.“ Konkrete Informationen zu den Herkunftsländern liegen dem DRK bisher nicht vor. „So schnell wie möglich wollen wir zehn Hauptamtliche einstellen“, sagte Peters. „Wer den Menschen helfen will, soll sich melden.“ Eine Ausschreibung ist auf der Internetseite des Ortsvereins zu finden. Auch ehrenamtliche Helfer sollen das Team unterstützen. Interessenten können sich über die E-Mail-Adresse fluechtlingshilfe@drk-waf.de melden.

 Wichtig sei die Verständigung mit den Flüchtlingen vor allem mit Blick auf die Erstuntersuchung kurz nach Ankunft in der Emsstadt. „Wir haben Kontakte zu arabisch-sprachigen Ärzten hergestellt, die uns dabei helfen“, sagte Peters. Wie der gesundheitliche Zustand der 150 Menschen aussieht, darüber liegen ebenfalls keine Informationen vor. Zuerst gehe es laut dem DRK-Geschäftsführer um Anamnese. Wenn es nötig sei, werde man zur weiteren Diagnostik und Behandlung auf die Unterstützung des Josephs-Hospitals setzen. Sollten pflegebedürftige Menschen unter den Flüchtlingen sein, werde man entsprechende Hilfe anbieten.

Was die Verpflegung angeht, konnte man laut Peters mit einem Caterer aus Nordwalde ein Unternehmen „mit Erfahrung“ engagieren. Der Anbieter habe bereits Asylsuchende in den Einrichtungen in Beelen und Beckum verpflegt. Um die Flüchtlinge mit Kleidung, Schuhen sowie eventuell Spielzeug auszustatten, habe das DRK Kontakte zu lokalen Kleiderkammern sowie der Aktion „Kleiner Prinz“ hergestellt.

„Die Einrichtung ist deutlich besser geeignet als andere“, hob Peters hervor. „Zudem hat die Stadt gut vorgesorgt, Duschcontainer und Betten organisiert.“ Damit man möglichst nicht auf Feldbetten zurückgreifen müsse, haben DRK-Mitarbeiter 40 weitere Stockbetten aus Hessen abgeholt.

Während die ehemaligen Klassenzimmer für bis zu zwölf Personen sowie die Aula für 48 Personen als Ruheräume gedacht sind, wird das Foyer als Aufenthaltsmöglichkeit hergerichtet. Zudem gehören mit dem Schulhof sowie der angrenzenden Wiese Außenflächen dazu, so dass sich die Hilfesuchenden im Freien aufhalten könnten. „Ich gehe davon aus, dass die Einrichtung längerfristig bestehen wird“, vermutete er.

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