Daldrup ist gegen eine Pferdesteuer
Über die Bedeutung der Pferde und eine Pferdesteuer sprachen in Warendorf (v. l.) FN-Vorstandsmitglied Rainer Reisloh, Bernhard Daldrup (SPD-Bundestagsabgeordneter) und FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach.

Als kommunalpolitischer Sprecher der SPD begrüße er zwar das Steuerfindungsrecht der Kommunen. Allerdings treibe dieses manchmal eigenartige Blüten. „Es gibt Steuern, um die es sich zu streiten lohnt, wie um die Vermögens- oder Erbschaftssteuer, aber nicht um Bagatellsteuern wie die Pferdesteuer“, betonte Daldrup.

Abgeordneter empfiehlt: Mit den Menschen ins Gespräch kommen

Seine Empfehlung an die Reitvereine und Pferdebetriebe lautet, die Türen aufzumachen und vor Ort mit den Leuten zu reden. Aus seiner langjährigen kommunalpolitischen Erfahrung heraus wisse er, „dass es häufig andere Ursachen hat, wenn über die Einführung einer Kommunalsteuer gesprochen wird“.

„Sie sind ein Glücksfall für Warendorf“, betonte Daldrup im Gespräch mit dem FN-Vorstand. „Mittel- und oberzentrale Einrichtungen wie Ihre sorgen für die Bedeutung der Gemeinde weit über die Stadtgrenzen hinaus. Darum hoffe ich, dass Sie uns lange erhalten bleiben“, sagte Daldrup und bezog sich damit auf die Anziehungskraft von FN und DOKR (Deutsches Olympiade-Komitee für Reiterei) auf Pferdefreunde aus aller Welt.

Viele Vorurteile gegenüber Pferdebesitzern

FN-Generalsekretär Sönke Lauterbach räumte mit einem gängigen Vorurteil auf: „Nicht alle Reiter sind reich. Sicherlich gibt es die Spitzenpferde auf der einen Seite, die kaum zu bezahlen sind, aber sie machen nur einen kleinen Teil aus.“ Die meisten Pferdebesitzer seien ganz normale Leute, die oft auf Auto, Urlaub oder anderen Luxus verzichten, um ihr Pferd halten zu können, sagte Lauterbach.

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