Das Dorfmarketing bleibt bestehen
Bild: Ossege-Fischer
Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung stimmte eine deutliche Mehrheit gegen die Auflösung des Dorfmarketings Einen-Müssingen.
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Zu Beginn der Sitzung hatte der bisherige und derzeit kommissarische Vorsitzende Gregor Stockmann die Gründe erläutert, die zu der außergewöhnlichen Mitgliederversammlung geführt hatten. Es habe in der Vergangenheit vermehrt Probleme mit der Akzeptanz des Dorfmarketings in der Bevölkerung und in den Vereinen gegeben, sagte er. Das sei für ihn Anlass gewesen, sein Amt als Vorsitzender zurückzugeben. Da sich kein Nachfolger fand, sei in einer Lenkungsausschusssitzung beschlossen worden, über die Auflösung des Dorfmarketings abzustimmen zu lassen. Doch kurz vor „Toresschluss“ gab es eine überraschende und erfreuliche Wende: Guido Hillmann hat sich bereit erklärt, den Vorsitz des Dorfmarketings zu übernehmen.

Gregor Stockmann zeigte sich erfreut über diese Perspektive. Er erklärte aber auch, das er keine rechtlichen Fehler machen wolle und daher die Versammlung an diesem Abend den neuen Vorsitzenden noch nicht sofort wählen könne. Dafür soll nun für den 20. August eine neue Mitgliederversammlung einberufen werden. Die in der Tagesordnung vorgesehene Abstimmung über die Auflösung des Dorfmarketings fiel dann deutlich aus: Bei drei Enthaltungen stimmten 14 Mitglieder gegen die Auflösung.

Bei der anschließenden Aussprache zeigte sich wieder, dass die Meinungen über die Zukunft des Dorfmarketings trotz der neuen Perspektive grundverschieden sind. Einige Mitglieder empfahlen, man müsse jetzt ein neues Konzept erstellen, nach dem der neue Vorsitzende agieren solle. Andere meinten, dass der neue Vorsitzende selbst entscheiden solle, wie er das Dorfmarketing in Zukunft leiten will. Gregor Stockmann bemängelte zum wiederholten Mal die Kommunikation zwischen Vereinen und dem Dorfmarketing. Dringendstes Ziel sei es, den Verein wieder funktionstüchtig zu machen und erst dann über Konzepte zu reden.

Die anwesenden Vereinsvertreter sagten für die Zukunft des Dorfmarketings ihre Unterstützung zu, wollten aber keine Vorreiterrolle übernehmen. Es hätten in der Vergangenheit einige „schleichende Prozesse“ stattgefunden, die großen Frust ausgelöst hätten, räumte der Stellvertretende Vorsitzende Herbert Pohlkamp ein. „Wir haben alle Fehler gemacht, doch jetzt haben wir die Möglichkeit, etwas Neues anzufangen“, betonte er.

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